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  10. Deutscher Tierschutzpreis in Berlin

 
 
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Auszeichnung für besonders engagierte Tierschützer

Als Familienhunde, Stubentiger oder Kaninchen zum Kuscheln geben Tiere ihren Haltern viel. Zahlreiche Menschen möchten dafür etwas zurückgeben und setzen sich mit Herzblut und Ideenreichtum für Tierschutzprojekte ein. Die Engagiertesten unter ihnen wurden kürzlich vom Deutschen Tierschutzbund gemeinsam mit den Marken Pedigree und Whiskas sowie der Zeitschrift FUNK UHR mit dem Deutschen Tierschutzpreis ausgezeichnet.

Der bundesweit einzigartige Preis ist mit insgesamt 7.000 Euro dotiert und wurde im Berliner Meistersaal überreicht. „Mit dem Deutschen Tierschutzpreis möchten wir ehrenamtlich Engagierte ehren, die sich für das Wohl von Tieren stark machen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr so viele Bewerbungen von großartigen Tierschutzprojekten erhalten haben.“
Die Sängerin Stefanie Hertel, die den Deutschen Tierschutzbund schon seit vielen Jahren als Tierschutzbotschafterin und Trägerin der „Franz-von-Assisi-Medaille“ unterstützt, hielt bei der feierlichen Preisverleihung eine Laudatio in der Kategorie Lebenswerk. Zudem moderierte sie und bestritt gemeinsam mit ihrem Ehemann Lanny Isis das musikalische Rahmenprogramm.

Einsatz für freilebende Katzen, Wildvögel und Honigbienen
Das Rennen um den mit 3.000 Euro dotierten ersten Platz machte Sonja Lindemann aus Norden, Niedersachsen, vom Verein „Aktive Tierfreunde“. Sie erhält den renommierten Tierschutzpreis für ein Katzenschutzprojekt, das mit außergewöhnlicher Kreativität – beispielsweise mit dem „Miezmobil“ – über die Notwendigkeit der Kastration von frei lebenden Katzen aufklärt. Zudem unterstützen Sonja Lindemann und ihr Team beim Einfangen und Kastrieren scheuer Tiere und pflegen und vermitteln in Not geratene Katzen.

Den zweiten Preis, dotiert mit 2.000 Euro, erhielt Thorsten Kestner aus Hattingen, Nordrhein-Westfalen, vom Verein „Paasmühle“. Er wird ausgezeichnet für seine Wildvogel-Auffangstation, die bis zu 1000 Wildvögel pro Jahr versorgt. Ziel ist die Wiederauswilderung der Tiere. Vögel, die nicht mehr ausgewildert werden können, werden in der Auffangstation artgerecht versorgt. Zudem bieten Thorsten Kestner und sein Team Bildungsangebote für Kinder sowie Fortbildungen für Tierärzte, Feuerwehr und Tierpfleger.

Den mit 1.000 Euro dotierten dritten Platz belegten die „Bienenfreunde Ober-Beerbach“ aus Seeheim-Jugenheim in Hessen. Sie erhalten den Tierschutzpreis für ihr Honigbienenprojekt, das Kindern von zwei bis sechs Jahren das Leben der Honigbienen näher bringt. Eine Erzieherin im Gemeindekinderkarten Ober-Beerbach hat sich zur Imkerin ausbilden lassen und betreut mit den Kindern ein Bienenvolk.

Auszeichnung für das Lebenswerk geht nach Schleswig-Holstein
Den begehrten Tierschutzpreis für das Lebenswerk erhielt Marie-Luise Molkentin aus Schleswig in Schleswig-Holstein. Die langjährige Tierschützerin engagiert sich seit 1970 im Tierschutzverein Schleswig; seit 20 Jahren auch als Vorstand. Als Mitglied der „Aktion Kirche und Tiere e.V.“ (AKUT) fordert sie eine eindeutige Positionierung der Kirche gegen Massentierhaltung. Mit ihren 85 Jahren lebt sie nach wie vor für den Tierschutz und ist auf Demonstrationen immer ganz vorne dabei.

Mit einer Auszeichnung in der Sonderkategorie „Tierrettung“ wurden der Tierschutzverein Nürnberg-Fürth, der Tierschutzverein Dingolfing-Landau, das Tierheim Feucht, die Tierhilfe Nürnberg, der Tierschutzverein München sowie der Tierschutzverein Pirna für den Einsatz gegen illegalen Welpenhandel geehrt. Die Laudatio hielt Dr. Maria Flachsbarth, Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium. „Diese Vereine haben im vergangenen Jahr zahlreiche Hunde und Katzen aufgenommen, die von Zoll oder Polizei beschlagnahmt wurden – oft in einem erbärmlichen gesundheitlichen Zustand“, sagt Schröder. „Viele Welpen, die aus Ländern wie Tschechien, Polen, Rumänien, aber auch Belgien und den Niederlanden nach Deutschland importiert werden, wurden viel zu früh von der Mutter getrennt, haben weder Impfungen noch Papiere und überleben nur dank der Anstrengungen von Tierschutzvereinen.“ Die Tiere wurden in Zusammenarbeit mit Veterinärbehörden, Zoll und Polizei in die Hände der Tierschützer gegeben. Der Deutsche Tierschutzbund und seine über 700 Mitgliedsvereine führen verstärkt den Kampf gegen illegale Tiertransporte.

Quelle: "DTB"
 
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