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  Auch kastrierte Katzen fangen Mäuse!

 
 
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Bündnis „Pro Katze“ fordert Kastrationspflicht und räumt mit Vorurteilen auf

In Deutschland leben zwei bis drei Millionen herrenlose Katzen, sogenannte Streunerkatzen. Und es werden immer mehr. Sie paaren sich mit Hauskatzen und sorgen so jedes Jahr für weiteren Nachwuchs. Oft leiden die Tiere unter der Witterung, dem Futtermangel und den katzentypischen Krankheiten wie Katzenschnupfen und -aids.
Das Bündnis „Pro Katze“ setzt sich gemeinsam für eine deutschlandweite Kastrationspflicht für Hauskatzen mit Freigang ein. Nur so kann der rasante Anstieg der Streunerkatzen-Population auf tierschutzkonforme Art aufgehalten und das Katzenleid verringert werden.

Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin der Tierschutzstiftung VIER PFOTEN: „Auch Katzen, die mehr oder weniger wild auf landwirtschaftlichen Betrieben leben, sollten kastriert werden. Hierzu ist es nicht nötig bis nach dem ersten Wurf Junge zu warten. Die Kastration greift auch nicht, wie häufig angenommen, in die Natur der Tiere ein: Die Mäuse-Fangquote bei kastrierten Katzen ist ebenso hoch wie bei nicht kastrierten!“

Eine Kastration ist mit etwa 70 Euro für männliche und etwa 100 Euro für weibliche Tiere eine recht große Investition, die sich aber lohnt. Bei der Operation werden die Eierstöcke, beziehungsweise die Hoden, routinemäßig und unter Vollnarkose entfernt. Die Aktivität der Katzen wird nicht beeinflusst, die Tiere werden lediglich etwas häuslicher, bleiben näher am Hof und werden dadurch auch seltener überfahren.

Karsten Plücker, Vorsitzender des Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.: „Wildlebende Bauernhof-Katzen sollten behutsam mit Lebendfallen eingefangen und zum Tierarzt gebracht werden. Ein Aussterben der Katzenpopulation ist derzeit auch bei umfassenden Kastrationsprogrammen nicht zu befürchten: Die Tierheime sind überfüllt mit scheuen, schwer in Familien vermittelbaren Katzen, für die ein Bauernhof ein guter Platz wäre.“

Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO e.V.: „Kastrierte Katzen sind gesünder, denn sie können sich ganz auf sich konzentrieren und müssen nicht noch einen ganzen Wurf Welpen versorgen. Dazu kommt, dass die Jungen leider nicht immer gern gesehen sind und oftmals auf tierschutzwidrige Art entsorgt werden. Dies ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und steht unter Strafe.“

Weitere Informationen:
www.vier-pfoten.de/projekte/streunerhilfe/sie-sind-ueberall/streunerkatzen-in-deutschland
www.tasso.net/Tierschutz/Inlandstierschutz/Kastration-von-Katzen
www.bmt-tierschutz.de/katzenkastration

Quelle: "Pro Katze"
 
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