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  News vom: 29.10.2015   |   News weiterempfehlen   |   News drucken   |   zurück zur Übersicht  
  Chippen, registrieren und wiederfinden

 
 
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Sonntagabend irgendwo in Deutschland. Ein „chilliger“ Tag geht zu Ende. Jetzt noch schnell mit dem Hund eine letzte Runde um den Block drehen. Ausgerechnet an diesem Abend aber hat Bello, der vierbeinige Hausgenosse, andere Pläne. Er ist plötzlich verschwunden, das Rufen des Herrchens verhallt ungehört. Die ganze Familie wird mobilisiert, das große Suchen beginnt. Ohne Erfolg. Bei aller Sorge um das verschwundene Tier bleibt die berechtigte Hoffnung, dass Bello schnell wiedergefunden wird. Denn der trägt einen Transponder (umgangssprachlich oft als Chip bezeichnet) mit einer Registrierungsnummer unter der Haut. Sollte er beispielsweise in einem Tierheim abgegeben werden, können die Betreuer vor Ort mit einem Lesegerät über diese Nummer auf die Suche nach den Besitzern des Tieres gehen. Das funktioniert im Falle von Bello aber nur, weil der Besitzer die Transpondernummer auf Anraten des Tierarztes sofort in einem Hausstierregister angemeldet hat. Ohne diese Registrierung würde nämlich auch der Transponder nichts nützen.

Hunde- und auch Katzenbesitzer nutzen zunehmend die Registrierungsmöglichkeiten für ihre Tiere. Inzwischen tragen in Deutschland bereits fünf bis sieben Millionen Haustiere einen Chip (Stand 2015) und jährlich kommen bis zu 400.000 Tiere hinzu. Noch immer aber vergessen viele, die auf dem Chip gespeicherte Nummer in eines der Register einzutragen, beispielsweise bei Tasso oder beim Deutschen Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes.

Wie aber funktioniert eigentlich so ein Transponder? Das Herzstück ist ein Mikrochip mit einem 15stelligen Code nach ISO-Standard. Ein ISO-Transponder kann im Falle eines Falles mit einem ISO-Lesegerät gelesen werden. In Deutschland und Europa entsprechen inzwischen fast alle Transponder dem ISO-Standard.

Der Kontakt zwischen Transponder und Lesegerät erfolgt über eine Antennenspule. Die Lesegeräte arbeiten auf der Basis von Radiowellen, und dies auch nur dann, wenn das Lesegerät eingeschaltet ist. Der Transponder selbst ist passiv, das heißt es gibt keinerlei Strahlung und keinen Energiefluss jeglicher Art. Auch eine Ortung ist nicht möglich. Der Transponder ist so winzig, dass er problemlos unter die Haut des Tieres injiziert werden kann. Es gibt verschiedene Transponder, die alle eines gemeinsam haben: Sie sind für das Tier absolut unschädlich und so klein, dass sie keine Behinderung darstellen. Die Registrierung in einer geeigneten Datenbank ist kostenfrei. Man darf sie nur nicht vergessen. Denn sie ist das Bindeglied, um Tier und Halter wieder zusammen zu bringen.

Jedes Jahr entlaufen in Deutschland 300.000 Hunde und Katzen. Ohne Transponder ist es nur sehr schwer möglich, Tier und Halter wieder zusammenzuführen. Deshalb landen viele Ausreißer im Tierheim. Mit einem Transponder erspart man sich und seinem Liebling diese Tortur. So ist das Tier binnen weniger Stunden, nachdem es gefunden wurde, wieder daheim. Wer mit seinem Hund oder seiner Katze innerhalb der EU reisen will, kommt um den Chip gar nicht herum, da er für den Grenzübertritt Pflicht ist. Die Nummer wird auch in den Heimtierpass eingetragen. Transponder sind somit wichtige Instrumente zur Identifizierung der Tiere und für den Tierschutz.

Quelle: "Bundesverband für Tiergesundheit e.V."
 
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