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  News vom: 10.06.2016   |   News weiterempfehlen   |   News drucken   |   zurück zur Übersicht  
  Zoonosen: Gute Hygiene minimiert Ansteckungsgefahr

 
 
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Heimtiere gehören längst zur Familie. Sie werden gestreichelt, geherzt und gedrückt. Manchmal gibt es gar ein Küsschen auf die feuchte Schnauze. Doch ob Spielen, Herzen oder Kuscheln: Hygiene im Zusammenleben mit tierischen Familienmitgliedern ist wichtig, denn Haustiere können auch potenziell Krankheiten übertragen.

Die Rede ist von Zoonosen. Darunter versteht man Infektionskrankheiten, die von Tier auf Mensch übertragen werden können. Die Ursachen sind vielfältig: Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten können Zoonosen auslösen. Doch eine gute Hygiene kombiniert mit regelmäßigen Arztbesuchen und Impfungen minimiert die Infektionsgefahr deutlich.

„Ein gepflegtes, geimpftes Haustier, das sichtbar sauber ist, kann ohne Bedenken geherzt werden“, sagt Dr. Andreas Schwarzkopf, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie und Experte für Zoonosen und Hygiene. Weltweit sind 200 Zoonosen bekannt. „Die in Deutschland am häufigsten übertragenen Zoonosen sind Hautpilze und krankmachende Darmbakterien wie Salmonellen, sowie Ektoparasiten wie Flöhe“, erklärt der Mediziner.

Immer sauber bleiben
Um Zoonosen zu vermeiden, ist Hygiene das A und O. Ob Erwachsene oder Kinder: Wer ein Haustier hat, sollte sich mehrmals täglich die Hände mit warmem Wasser und Seife waschen. „Am besten auch nach dem Kraulen des Tieres und auf jeden Fall vor dem Essen“, sagt Dr. Schwarzkopf. Saubere und nach Krankheiten desinfizierte Käfige, Liegeplätze, Decken, Körbe sowie Spielzeuge, Futter und Trinkgefäße sind ebenfalls wichtig. Beim Saubermachen sollten Handschuhe benutzt werden. Leckt das Tier beim Spielen oder Schmusen das Gesicht seines Menschen, sollte er die Stellen mit Wasser und Seife reinigen. „Falls Tierspeichel in den offenen Mund kam, den Mund ausgiebig mit Leitungswasser spülen“, rät Dr. Schwarzkopf.

Regelmäßiger Gesundheitscheck beim Tierarzt
Tierfreunde reduzieren zusätzlich ein Ansteckungsrisiko erheblich durch die vollständige Impfung ihrer Haustiere und den regelmäßigen Gesundheitscheck beim Tierarzt. Zudem sollten die Tiere regelmäßig entwurmt, Flöhe, Zecken, Läuse und Milben zeitnah entfernt werden. Ist das Tier trotz aller Vorsicht erkrankt, weiß der Tierarzt, wie lange es ansteckend ist und worauf der Mensch achten muss. Hat sich der Halter angesteckt, sollte er sofort seinen Hausarzt aufsuchen. Manche Infektionserkrankungen, die bei Tieren relativ harmlos verlaufen, können für Menschen gefährlich sein. „Doch das Ansteckungsrisiko ist gering“, sagt Dr. Schwarzkopf. „Menschen stecken sich sehr viel häufiger bei anderen Menschen als bei Tieren an.“

Quelle: "IVH"
 
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