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  Was Hundehalter über Zecken wissen sollten

 
 
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Knoblauch schützt vor Vampiren, aber nicht vor Zecken
Graf Dracula und seine Kumpane fürchten Knoblauch. Doch es gibt einen Blutsauger, der sich von der kleinen Knolle leider nicht abschrecken lässt. Er ist nur wenige Millimeter groß und kann bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen - sowohl auf den Menschen als auch auf dessen besten Freund, den Hund. Es ist: die Zecke.
Gefahr für Hund und Halter
Gemeinsam in der Natur unterwegs zu sein, ist für Hund und Herrchen besonders schön: spielen, Fährten verfolgen, Stöckchen apportieren, Gehorsamsaufgaben erfüllen und danach ein Bad im Bach. Häufig ist man dabei in Büschen und auf Wiesen unterwegs. Hier lauert ein ziemlich wetterbeständiger Parasit, der in der Regel von Februar bis Oktober aktiv ist und vor dem alle Hundebesitzer gewarnt sein sollten: die Zecke. Sie sitzt im Unterholz, im Laub, in Büschen, im Gras, in Wäldern, an Ufern von Bächen und Flüssen, in Gärten und Parks. Im Grunde überall da, wo sich ein Hund und sein Halter gerne aufhalten. Dort wartet die Zecke auf den richtigen Moment, um sich abstreifen zu lassen. Da Hunde näher an Gras und Unterholz sind, werden sie deutlich häufiger von Zecken befallen als der Mensch.
Zecken können Krankheitserreger auf Mensch und Tier übertragen
In Deutschland werden Hunde und Menschen am häufigsten von folgenden Zeckenarten gestochen: vom Gemeinen Holzbock und der Auwaldzecke. Wobei sich Letztere eher auf Vierbeiner konzentriert. Die Braune Hundezecke, die ursprünglich in Afrika und Südeuropa beheimatet war, kommt mittlerweile auch hierzulande vor und bevorzugt als Wirt ebenfalls den Hund. Ebenso wie Menschen können sich auch Hunde durch einen Zeckenstich mit verschiedenen Krankheitserregern infizieren. Zu den bekanntesten Erkrankungen zählen unter anderem Borreliose, FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), Babesiose (auch Hundemalaria genannt) oder Anaplasmose. Ein Überblick:
Borreliose
Am häufigsten werden Hunde und Menschen in Deutschland von einer mit Borrelia-burgdoiferi-Bakterien infizierten Zecke gestochen — jährlich erkranken zehntausende Menschen und Hunde hierzulande an Borreliose. Die Bakterien befinden sich im Darm der Zecke und können ab einer Saugdauer von mehr als zwölf Stunden in den Organismus von Mensch und Tier übergehen.
Die bei einer Borreliose für den Menschen typische Wanderröte tritt beim Hund kaum auf, da das Fell die Haut verdeckt oder die Rötung sogar ganz ausbleibt. Zu den ersten Symptomen beim Hund zählen Fieber und Appetitlosigkeit. Borreliose kann bei Vierbeinern im weiteren Verlauf die Gelenke, im schlimmsten Fall Organe und das Nervensystem schädigen. Treten
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entsprechende Symptome auf und werden diese vom Tierarzt bestätigt, wird in der Regel ein Antibiotikum eingesetzt. Für Hunde gibt es auch eine Impfung gegen den am häufigsten auftretenden Bakterienstamm — Borrelia burgdorferi — und zudem einen Impfschutz gegen zwei weitere Borrelia-Stämme und damit gegen rund 90 Prozent der in Deutschland vorkommenden Borreliose-Bakterien. Mit der Grundimmunisierung kann bei Welpen bereits ab der zwölften Woche begonnen werden. Die Ständige Impfkommission für Tiere (StIKo Vet) empfiehlt den Impfschutz für alle Hunde, die einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
Beim Menschen macht sich die Borreliose durch Wanderröte und allgemeine Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen bemerkbar. Danach können verschiedene Krankheitsanzeichen von starken Schmerzen über Herzprobleme bis hin zu einer Hirnhautentzündung auftreten. Relativ häufig wird auch eine Gesichtslähmung beobachtet. Im chronischen Spätstadium treten zudem oftmals Gelenkentzündungen auf. Die Borreliose kann — früh genug erkannt — durch eine Antibiotikatherapie behandelt werden, einen Borreliose-Impfstoff für den Menschen gibt es noch nicht.
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME-)Viren werden bereits direkt am Anfang während des Zeckenstichs übertragen, da sie sich im Speichel der Zecke befinden. Die Viren können beim Hund zu einer Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems mit bleibenden Schäden wie Lähmungen und Einschränkungen im Bewegungsablauf, im schlimmsten Fall auch zum Tod führen. Die Therapie beschränkt sich auf die Behandlung der Symptome, da es keinen Impfstoff für Hunde gibt.
Bei Menschen kann eine Infektion mit FSME-Viren ebenfalls eine Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems mit Langzeitschäden wie Lähmungen oder Sprachstörungen auslösen, die auf das weitere Leben große Einschränkungen haben können. Die Ständige Impfkommission (StIKo) empfiehlt daher Personen, die in FSME-Risikogebieten Zecken-exponiert sind — also in einem FSME-Risikogebiet leben, arbeiten oder dorthin reisen — eine FSME-Impfung.
Babesiose
Die Auwaldzecke und die Braune Hundezecke können die Erreger der sogenannten Hundemalaria — Babesiose — übertragen. Dabei zerstören die Babesien die roten Blutkörperchen des Hundes, das führt zu hohem Fieber bis zu 42 Grad, braunem Urin und kann für das Tier tödlich sein. Nach den ersten starken Fieberschüben kann es zu Gelbsucht, Blutarmut und Nierenversagen kommen. Hauptsächlich in südlichen Ländern werden Hunde gegen Babesiose geimpft. Die Impfung kann jedoch nur den Schweregrad der Infektion verringern. Menschen infizieren sich sehr selten mit diesem Erreger.
Anaplasmose
Der Gemeine Holzbock kann Erreger der Anaplasmose übertragen. Die Bakterien befallen die Blutkörperchen oder Blutplättchen des Hundes, was zu hohem Fieber und Schläfrigkeit führen kann. In der Regel verläuft die Infektion nicht chronisch, kann aber immer wieder aufflackern, wenn das Immunsystem vom Vierbeiner geschwächt ist.

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Auch Menschen können sich bei einem Zeckenstich mit diesem Bakterium infizieren. Die Krankheit heißt dann Humane Granulozytäre Anaplasmose (HGA) und entwickelt Symptome wie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, Organversagen oder Atemnot. HGA sollte in jedem Fall von einem Arzt behandelt werden.
Ein Impfschutz gegen Anaplasma-Bakterien existiert zurzeit noch nicht. Eine Antibiotikatherapie kann aber sowohl dem Vier- als auch dem Zweibeiner helfen.
Der beste Schutz ist Vorsorge
Wer mit seinem Hund viel draußen ist, sollte Vorsichtsmaßnahmen gegen Zeckenstiche ergreifen und eine sachgerechte Zeckenprophylaxe für den Hund beachten. Frauchen und Herrchen schützen sich durch lange Kleidung und festes Schuhwerk. Für den Vierbeiner sind Spot-on-Präparate, Parasitenhalsband oder Tabletten gegen Zecken geeignet. Gut sind auch abwehrende Duftstoffe für Zwei- und Vierbeiner — für den Menschen heißen diese Repellents, für den Hund Kontakt-Antiparasitika. Halter und Hund sollten nach jedem Gassi-Gang im Grünen nach Zecken abgesucht werden, um diese gegebenenfalls schnellstmöglich entfernen zu können. Hierfür eignen sich unter anderem die Zeckenkarte, eine Pinzette oder, wenn es schnell gehen soll, auch die Fingernägel.
Neben den hier aufgeführten Maßnahmen zählt für den Hundehalter auch eine FSME-Schutzimpfung zu den möglichen Vorbeugungsmethoden. Die Impfung kann dazu beitragen, das Risiko einer FSME-Infektion nach einem Zeckenstich zu verringern. Der Impfschutz sollte bestenfalls das gesamte Jahr über bestehen. Mit dem Aufbau des Impfschutzes beim Menschen kann jederzeit begonnen werden. Für einen mehrjährigen Impfschutz werden drei Impfungen in einem festgelegten Zeitraum über mehrere Monate benötigt. Danach erfolgt eine regelmäßige Auffrischung. Steht die Zeckensaison unmittelbar bevor, kann auch kurzfristig ein Impfschutz für die aktuelle Saison aufgebaut werden. Knoblauch gilt zwar als Hausmittel für Mensch und Tier gegen Zeckenstiche — medizinisch betrachtet hilft es aber nicht.
Informationen rund um Zecken und die optimale Vorsorge: www.zecken.de
Eine Website zu Zecken speziell für Kinder und Eltern: www.zeckenschule.de
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Vorsorge für Naturbegeisterte — eine Selbstverständlichkeit: www.leidenschaftnatur.de

Quelle: "Pfizer Deutschland GmbH"
 
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