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Wie sich Hundehalter auf die Zeckensaison vorbereiten sollten

Der Januar 2017 war ungewöhnlich frostig – das bestätigt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Viele hoffen daher, im kommenden Frühjahr vor Zecken verschont zu bleiben. Vergeblich. Denn Zecken überwintern in der bodennahen Laubstreu und halten den Minustemperaturen problemlos stand. Daher sollten Hundehalter sich selbst und ihr Tier rechtzeitig schützen.

Sobald die Temperaturen über 6 Grad Celsius klettern, begeben sich die ersten Zecken auf die Suche nach einem Wirt. Viele Maßnahmen zur Zeckenprophylaxe beim Hund – zum Beispiel Halsbänder, Spot-Ons oder Tabletten – greifen relativ kurzfristig. Eine Impfung gegen Borreliose sollten Hundehalter aber schon jetzt ins Auge fassen. „Die Grundimmunisierung lässt man beim Tierarzt am besten zu Beginn der Zeckensaison durchführen“, rät Dr. Nikola Pantchev, Fachtierarzt für Parasitologie. Dabei erhält der Hund die ersten beiden Impfdosen im Abstand von drei bis fünf Wochen. Nach einem halben Jahr empfiehlt die Ständige Impfkommission für Veterinärmedizin (StIKo Vet) eine dritte Dosis, um die Grundimmunisierung abzuschließen. Jährliche Auffrischungsimpfungen halten den Schutz langfristig aufrecht.*

Ihre Wirkung entfaltet die Impfung im Inneren der Zecke: „Wenn der Hund geimpft wird, produziert sein Immunsystem Antikörper gegen ein bestimmtes Oberflächeneiweiß der Zecke. Diese Antikörper zirkulieren im Blut und werden von der Zecke beim Saugen aufgenommen. Sie gelangen in den Zeckendarm und machen dort die Borrelien unschädlich, sodass sie gar nicht erst in den Organismus des Hundes gelangen können“, erklärt Pantchev. Borreliose ist weltweit die häufigste von Zecken übertragene Infektionskrankheit. Das bestätigt Prof. Dr. Uta Meyding-Lamadé, Chefärztin der neurologischen Klinik am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt am Main: „Je nach Region kommt der Erreger in 5-35 Prozent aller Zecken vor.“

Eine Borreliose-Impfung ist für Hunde sinnvoll, die regelmäßig im Freien aktiv sind und daher ein Zeckenstichrisiko tragen. „Im Grunde gibt es kaum Hunde, die nicht regelmäßig Gefahr laufen, von einer Zecke gestochen zu werden, sei es beim Spazieren im Wald, Park oder Feld. Insbesondere für Hunde, die einer hohen Zeckenbelastung ausgesetzt sind, bei der ein Zeckenbefall trotz Zeckenprophylaxe nicht vollständig verhindert werden kann, kann eine Impfung angeraten werden“, so Pantchev.

Für den Menschen gibt es derzeit keinen Impfschutz: „Bisher konnte man keinen Impfstoff entwickeln, der den Menschen zuverlässig vor Borreliose schützt“, sagt Meyding-Lamadé. Regelmäßiges Absuchen und frühes Entfernen von Zecken ist daher von großer Bedeutung, mahnt sie: „Schnelles Absuchen nach einem Aufenthalt im Freien ist das wichtigste. Das gilt für jeden! Oft ist es so, dass Erwachsene ihre Kinder und ihren Hund absuchen, sich selbst aber vergessen.“

Da sich die Symptome einer Borreliose bei Mensch und Hund unterscheiden, sollten Hundehalter auf bestimmte Anzeichen achten, erklärt Pantchev: „Das deutlichste Zeichen sind Gelenkbeschwerden, die dazu führen, dass der Hund lahmt. Diese so genannte Arthritis macht sich zwei bis fünf Monate nach dem Zeckenstich bemerkbar. Sie betrifft in der Regel das Gelenk in unmittelbarer Nähe zu der Stelle, an der die Zecke zugestochen hat.“ Auch Fieber mit Abgeschlagenheit und mangelndem Appetit können vorkommen. Nach Hautveränderungen brauchen Hundebesitzer dagegen nicht zu suchen: „Beim Menschen ist das Leitsymptom das sogenannte Erythema migrans, auch bekannt als Wanderröte. Beim Hund spielt dieses Symptom keine Rolle“, so der Experte. Unbehandelt kann die Borreliose beim Hund zu Komplikationen an Nieren und selten auch am Herzen führen. Beim Menschen stehen dagegen neurologische Spätfolgen im Vordergrund.

Sofern sie rechtzeitig erkannt wird, kann die Borreliose bei Mensch und Hund mit Antibiotika behandelt werden. Da nicht jeder Kontakt mit dem Borreliose-Bakterium zu einer Erkrankung führt, werden Antibiotika in der Regel nur bei erkennbaren Krankheitszeichen angeordnet. Als prophylaktische Maßnahme oder nach einem Zeckenstich sind sie nicht geeignet. Wer für sich und seinem Hund vorsorgen will, muss zu anderen Mitteln greifen. Dazu gehören zügiges Entfernen der Blutsauger, Zeckenschutzmittel und für gefährdete Hunde die Borreliose-Impfung.

* Seite 11f. der „Leitlinie zur Impfung von Kleintieren˝ der Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut, 4. Auflage, Stand 12.12.2016

Quelle: "parasitenportal.de"
 
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