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  News vom: 28.05.2014   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  FN-Jahrestagung: Beschlüsse im Bereich Zucht

 
 
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Die Zukunft der Leistungsprüfungen, ein gemeinsames Auftreten aller Zuchtverbände sowie die Aufnahme der Deutschen Jungzüchter als Anschlussverband waren einige der vielen Themen der Jahrestagung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Celle.

Neues zu den Hengstleistungsprüfungen
Der Bereich Zucht der FN hatte zusammen mit einigen Zuchtleitern der Reitpferdezuchtverbände Ende 2013 den Auftrag erhalten, über die Zukunft der Hengstleistungsprüfungen nachzudenken und konnte die neuen Ideen in der Sitzung des Beirates Zucht vorzustellen. Die zukünftigen Leistungsprüfungen für Reitpferdehengste sollen demnach entweder aus einem disziplinspezifischen Langtest oder einer Kurzprüfung in Kombination mit hengstspezifischen Sportprüfungen an einem oder mehreren Wochenenden bestehen. Der Weg über den Kurztest und der Qualifikation zum Bundeschampionat soll auch weiterhin möglich sein. Details zur Dauer der beiden Prüfungsarten, zu der Schwerpunktbildung ohne eine vollständige Spezialisierung bei der Langprüfung, zu den Besuchen der Beurteilungskommission sowie der Möglichkeit zur Nutzung der linearen Beschreibung müssen noch ausgearbeitet werden. Der Start der neuen Konzeption wurde in Celle noch nicht fixiert, da noch Fragen zur praktischen Umsetzung geklärt werden müssen.

Sicher ist auf jeden Fall, dass ab dem nächsten Jahr nur noch vier Stationen Langprüfungen und eventuell auch schon Kurztests anbieten können. Der Beirat Zucht hat sich darauf verständigt, dass ab dem Jahr 2015 die Prüfungsstationen in Adelheidsdorf, Marbach, Neustadt-Dosse und Schlieckau für die Leistungsprüfungen der Reitpferdehengste zugelassen sind. Für die geplanten Sportprüfungen müssen noch geeignete Orte benannt werden.

Um den Gedanken der standardisierten Umweltbedingungen Rechnung zu tragen, ist nun vom Beirat Zucht beschlossen worden, dass den Prüfungsstationen ab dem 1.1.2015 untersagt wird, Hengste zu prüfen, die in dem Zeitraum von 100 Tagen vor Prüfungsbeginn in der Prüfungsstation oder von den Stationsreitern geritten oder ausgebildet wurden. Ebenfalls sind zukünftig in den Stationen Hengste ausgeschlossen, die Eigentum der Prüfungsstation oder deren verantwortlichen Personen sind.

Einheitliches Auftreten aller Zuchtverbände?
Auf ein einheitliches Gütesiegel und einen gemeinsamen Webeslogan haben sich die deutschen Zuchtverbände noch nicht geeinigt. Aber viele Zuchtverbände haben sich positiv zu einem gemeinsamen Gütesiegel und einem einheitlichen Erscheinungsbild der Deutschen Pferdezucht geäußert. Dadurch sollen insbesondere ausländische Märkte angesprochen werden.

„Auf jeden Fall muss die eigene ,Marke‘, das individuelle Profil eines Verbandes, weiter bestehen bleiben“, erläuterte Theo Leuchten, Vorsitzender des FN-Bereichs Zucht, die ersten Planungen. Weitere Entwicklungen könnten eine gemeinsame Internetplattforum sowie gemeinsame Turnier- und Messeauftritte im In- wie Ausland sein. In den kommenden Monaten sollen die Chancen und Grenzen der Zusammenarbeit für solch ein Projekt konkretisiert werden. Der erste Schritt, einen gemeinsamen Workshop mit einer professionellen Agentur durchzuführen, soll nun in die Wege geleitet werden.

Gemeinsam bei der der EM 2015 in Aachen
Gemeinsamkeit der deutschen Zuchtverbände wird in jedem Fall 2015 großgeschrieben. Wenn in Aachen die Europameisterschaften in den fünf Disziplinen Dressur, Springen, Vierspännerfahren, Reining und Voltigieren ausgetragen werden, wollen sich auch die Verbände, Hengsthalter und Landgestüte ins rechte Licht setzen. Vielen Aachen-Besuchern sind die großartigen Schaubilder der Weltreiterspiele 2006 noch in bester Erinnerung. So soll die viel bewunderte 64 Pferde starke Quadrille der deutschen Landgestüte eine Neuauflage erfahren. Wie vielseitig die deutsche Pferdezucht insgesamt ist, wird im Rahmen der Eröffnungsfeier mit einer Fülle von Programmpunkten gezeigt. Schon heute haben die Aachener Veranstalter den 18. August 2015 als „Tag der deutschen Pferdezucht“ festgelegt.

Jungzüchter jetzt in der „FN-Familie“
Sie gelten in vielen Landeszuchtverbänden als Zukunftshoffnungen und ermitteln ihre Besten sogar bei Weltmeisterschaften: Der Bundesverband Deutsche Jungzüchter wurde bei der FN-Tagung in Celle offiziell und einstimmig als Anschlussverband des FN-Bereichs Zucht aufgenommen.

Änderungen der Zuchtverbandsordnung (ZVO)
Im Rahmen der Jahrestagungen hat der Beirat Zucht auch Änderungen zu verschiedenen Bestimmungen in der Zuchtverbandsordnung (ZVO) beschlossen. Dabei geht es um Anpassungen in den Allgemeinen und Besonderen Bestimmungen an die Vorgaben der europäischen und bundesweiten Verordnungen und Richtlinien. Nachdem die Änderungen verabschiedet worden sind, werden sie nun innerhalb der nächsten zwölf Monate von den Zuchtverbänden in ihre eigenen Satzungen und Zuchtbuchordnungen aufgenommen.

Die ZVO dient der Förderung der Pferdezucht durch Koordination der züchterischen Arbeit der anerkannten Zuchtverbände, die Mitglieder der FN sind. In der ZVO sind als Rahmenrichtlinien einheitliche Mindestanforderungen für die Ausgestaltung der Zuchtprogramme, für die Unterteilung und Führung der Zuchtbücher, für die Ausstellung der Pferdepässe einschließlich Zuchtbescheinigungen und für die Sicherung der Identität aller in den Zuchtbüchern eingetragenen Pferde festgelegt. Ebenso wird die Durchführung von Leistungsprüfungen, Körungen, Zuchtwertschätzung und Zuchtbucheintragungen beschrieben. Hinzu kommen Informationen zu EU-Bestimmungen sowie nationalen Gesetzen und Verordnungen, die die Pferdezucht betreffen. Insgesamt werden zur Zeit für 48 Rassen die Bestimmungen in der ZVO geregelt.

Die aktualisierte ZVO steht als CD ab Anfang Juni unter www.pferd-aktuell.de/zucht als Download bereit oder kann bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Abteilung FN-Service, Petra Schaffer, E-Mail fn@fn-dokr.de angefordert werden. Die Kosten betragen fünf Euro zuzüglich drei Euro Versandkosten.

Quelle: "fn-press"
 
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