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  News vom: 09.02.2015   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  Rotz-Infektion: Keine neuen Verdachtsfälle

 
 
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fn-press  rotz  infektion  keine  neuen  erwartet  
Ein weiteres Analyseergebnis wird noch erwartet

Die bakterielle Infektionskrankheit „Rotz“ scheint sich nicht verbreitet zu haben, denn bislang wurde der entsprechende Erreger nur bei einem inzwischen getöteten Pferd im Landkreis Osnabrück nachgewiesen. Bei allen weiteren untersuchten Pferden in Schleswig-Holstein ergab sich kein positiver Befund. Ein Analyseergebnis steht allerdings noch aus.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Jena, das als nationales Referenzlabor die anzeigepflichtige Tierseuche „Rotz“ untersucht, hat bislang keine weiteren Hinweise auf den Erreger beziehungsweise entsprechende Antikörper gefunden. Dr. Michael Düe, Leiter der Abteilung Veterinärmedizin der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), erläutert: „Der zuständige Amtstierarzt aus dem Kreis Ostholstein teilte uns heute mit, dass die Beprobung von acht weiteren Pferden aus einem weiteren Betrieb, die mit dem infizierten Tier Kontakt hatten, ebenfalls ohne Befund waren. Jetzt warten wir auf das Ergebnis der Analyse eines Pferdes aus einem Betrieb im Kreis Pinneberg.“

Das infizierte Pferd aus dem Landkreis Osnabrück hatte bis November 2014 in mehreren Betrieben in Schleswig-Holsteins gelebt. Diese wurden vorsorglich vom Amtstierarzt gesperrt, bis alle Proben abschließend untersucht sind. In einem Bestand konnte die Sperre inzwischen wieder aufgehoben werden. Auch der Pferdestall im Landkreis Osnabrück, in dem das infizierte Tier sich aufgehalten hatte, wurde nach abgeschlossenen Untersuchungen wieder freigegeben.

Dennoch sind Pferdebesitzer in Schleswig-Holstein in großer Sorge. Am vergangenen Wochenende wurden zwei Turniere in Neumünster und Friedrichshulde aus Angst vor Ansteckung abgebrochen. Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), warnt vor Panik: „Wir stehen in engem Dialog mit den zuständigen Veterinär- und Landesbehörden. Solange keine weiteren Fälle von Rotz auftauchen, gibt es keinen Grund zu übermäßiger Sorge.“ Lauterbach weist darauf hin, dass Turniere oder Zuchtveranstaltungen gefahrlos durchgeführt werden können. Lediglich bei einem konkreten Verdachts- oder Infektionsfall in einer Region würde der Amtstierarzt Veranstaltungen absagen.

Zum Hintergrund: Die bakterielle Infektionskrankheit „Rotz“ (Burkholderia Mallei) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die seit 1956 in Deutschland nicht mehr nachgewiesen wurde. Sie tritt vornehmlich bei Pferden und anderen Einhufern (Zebras, Esel) auf und wird über Körpersekrete übertragen. Die Krankheit kann sich durch knotige Entzündungen und Geschwüre auf der Haut (Hautrotz), in der Nasenschleimhaut (Nasenrotz) und in der Lunge (Lungenrotz) äußern, sie kann aber ebenso in einer chronischen Verlaufsform auftreten, so dass kaum äußere Anzeichen auf eine Infektion hindeuten. Dies war beim Pferd aus dem Landkreis Osnabrück der Fall, es zeigte keinerlei klinische Symptome. Die Infektion wurde nur zufällig durch die Exportuntersuchung nachgewiesen.

Quelle: "fn-press"
 
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