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  News vom: 18.02.2015   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  Geburtenkontrollprogramm für Wildpferde in Rumänien geht in 2015 weiter

 
 
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Die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN setzt das bewährte Geburtenkontrollprogramm für die wild lebenden Pferde im Donaudelta auch 2015 fort: Zwischen Dezember 2014 und Januar 2015 konnten bereits 22 Stuten mit dem Verhütungsmittel geimpft werden. Bei weiteren 16 Stuten, die bereits im Vorjahr das Immunkontrazeptivum verabreicht bekamen, konnte der Wirkstoff wieder aufgefrischt werden. Im letzten Jahr konnte das VIER PFOTEN Tierärzte-Team mehr als 100 Pferde behandeln.

Robert Hengl (37), Leiter des VIER PFOTEN Pferdeprojektes: „Wir freuen uns sehr über den Zwischenstand, beinahe 150 Stuten erfolgreich geimpft und behandelt zu haben, und sehen unsere Arbeit im Donaudelta als großartige Herausforderung, diesen wunderschönen Tieren zu helfen.“

Vor kurzem hat auch die Biosphärenreservatsbehörde (ARBDD) Unterstützung bei dem Pferde-Schutz-Programm von VIER PFOTEN angeboten. Je nachdem, wie erfolgreich das Programm verläuft, wird es in weiterer Folge als ein Musterbeispiel für den restlichen Bestand der rund 500 im Wald von Letea lebenden Pferde angewandt.

VIER PFOTEN verhandelt derzeit mit den rumänischen Behörden und setzt sich dafür ein, dass die Tiere bald auch gesetzlichen Schutz bekommen.

Hintergrundinformationen
Im Nordosten des rumänischen Donaudeltas (Weltkulturerbe und eines der größten Feuchtbiotope Europas), in Letea, leben 500 Wildpferde, bzw. vor langer Zeit verwilderte Hauspferde. Dank der internationalen Tierschutzstiftung VIER PFOTEN können sie dort ein freies, geschütztes Leben führen.
Das war nicht immer so; in 2010 beschlossen rumänische Behörden und Umweltschützer die unkontrolliert wachsende Pferdepopulation, die das Gleichgewicht zwischen Tier- und Pflanzenwelt zu zerstören drohe, zu töten.

VIER PFOTEN setzte sich für die Pferde ein und konnte die Tötungen noch rechtzeitig aufhalten: Die Tierschutzstiftung hat mit Tierärzten ein, von Wildpferde-Spezialisten angesehenes, Geburtenkontrollprogramm erarbeitet und dämmt damit die Vermehrung der Pferde auf tierfreundliche Art ein. So werden sowohl das Gebiet, als auch die Pferdepopulation geschützt.

Das Programm sieht eine Impfung mit einem Immunkontrazeptivum vor, die die Befruchtung der Eizelle stoppt aber den eventuell bereits vorhandenen Fötus nicht stört. Sie wirkt ein Jahr lang und muss dann jedes Jahr vor der Paarungszeit aufgefrischt werden, um die empfängnisverhütende Wirkung aufrecht zu erhalten. Die Auffrischung kann aus größerer Entfernung mit einem Betäubungsgewehr durchgeführt werden, sodass die Stuten dafür nicht eingefangen werden müssen. Lediglich für die erste Behandlung müssen die Tiere einmal unter Narkose eine gründliche medizinische Untersuchung bekommen. Die Tierärzte entnehmen hierbei Blutproben und führen eine Biopsie für weiterführende Studien durch. Damit die geimpften Stuten später wieder identifiziert werden können, bekommen sie eine Markierung am Ohr.

Diese Impfung ist im Vergleich zu einer Kastrations-Operation eine schonendere, günstigere und schnellere Methode. Die Kastration der Hengste wäre wesentlich aufwändiger und risikoreicher für das einzelne Tier, sowie teurer und zeitintensiver. Wenn nur ein einziger Hengst nicht gefangen und kastriert würde, könnte dieser Hengst allein in einer Saison bis zu 50 Stuten decken und so für viele Nachkommen sorgen.

Quelle: "VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz"
 
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