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  News vom: 06.08.2015   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  Glucose-Stoffwechsel des Pferdes Art der Mahlzeiten entscheidend

 
 
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Trotz der durchaus bekannten Tatsache, dass Pferde als Dauerfresser fast durchgehend auf ein ausreichendes Futterangebot angewiesen sind, wird in vielen Stallungen der Welt noch immer nur wenige Male am Tag gefüttert. Denn die Frage nach der Häufigkeit wird durchaus kontrovers diskutiert: Über die Anzahl der Mahlzeiten und deren Inhaltsstoffe gehen die Meinungen weit auseinander.

Vor allem bei älteren "im Ruhestand" lebenden Pferden besteht bei einer zu reichen Ernährung mit nicht-strukturellen, d. h. leicht verdaulichen Kohlenhydraten, wie einfache Zucker, Fruktan und Stärke, ein deutlich erhöhtes Risiko für das Auftreten von Koliken und Insulinresistenzen. Der Körper reagiert dann weniger empfindlich auf die Wirkung von Insulin und muss zunehmend mehr davon produzieren.

Im Rahmen einer Studie wurde nun der Einfluss einer hohen (43 Prozent) bzw. einer niedrigen (18 Prozent) nicht-strukturellen Kohlenhydratversorgung (nonstructural carbohydrates, NSC) untersucht. Ein Wissenschaftlerteam der North Carolina State University hat an acht älteren, nicht im Training befindlichen Wallachen mit einem Durchschnittsgewicht von ca. 550 kg ein Futter mit einem hohen bzw. einem niedrigen NSC-Anteil verfüttert. Jeweils zwei Pferde erhielten zwei Mahlzeiten pro Tag mit einem hohen bzw. niedrigen Anteil der leicht verdaulichen Kohlenhydrate. In den entsprechenden beiden anderen Versuchsgruppen wurde die Gesamtfuttermenge auf drei Fütterungsintervalle verteilt.

Nach sieben Tagen erfolgte eine Messung des Insulinspiegels im Blut der Probanden vor und nach der Fütterung. Das Ergebnis der Untersuchung zeigte, dass die mit einem hohen NSC-Anteil versorgten Pferde bereits vor der Fütterung ein höheres Ruhe-Insulinniveau aufwiesen als diejenigen Vergleichstiere mit einer niedrigen NSC-Konzentration im Futter. Gleiches galt für die Vierbeiner, die mit nur zwei Rationen pro Tag auskommen mussten im Vergleich zu den Tieren, die mit drei Mahlzeiten versorgt wurden.

Die Wissenschaftler stellten somit fest, dass der NSC-Gehalt im Futter sowohl einen starken Einfluss auf den Ruhe-Insulingehalt als auch auf die Insulinkonzentration nach der Mahlzeit im Körper hat, während die Anzahl und (indirekt auch) die Größe der Mahlzeit einen geringeren Einfluss auf den Glucose-Stoffwechsel aufweisen.
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Quelle: "Anke Klabunde, www.aid.de"
 
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