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  News vom: 09.03.2016   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  Hainsmühle muss wegen Pferdesteuer schließen

 
 
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fn-press  muss  pferdesteuer  schließen  
Betreiberfamilie verliert langen Existenzkampf

Die Pferdesteuer fordert ein weiteres Opfer. In Bad Sooden-Allendorf, der nordhessischen Gemeinde, die im Januar 2013 als erste in Deutschland die Pferdesteuer eingeführt hat, musste nun der Einstellerbetrieb Hainsmühle schließen. Für die Betreiberfamilie geht damit ein mehrjähriger, kraftraubender Kampf um die Existenz zu Ende. Die Besitzer der Pensionspferde haben bereits die Kündigung erhalten. Vier Arbeitsplätze gehen verloren.

Wie das Aktionsbündnis Pro Pferd berichtet, übernahm die Betreiberfamilie die anfallende Steuer von 200 Euro für die Pferdebesitzer. Dies reichte jedoch nicht, um den Betrieb auszulasten. Viele Pferdehalter suchten sich vorsichtshalber außerhalb von Bad Sooden-Allendorf einen Stellplatz für ihr Pferd. Nun muss die Hainsmühle im Mai ihre Türen nach 18 Jahren schließen.

„Das Beispiel Hainsmühle zeigt, wie unsinnig die Einführung der Pferdesteuer in Bad Sooden-Allendorf war. Das damit eingenommene Geld sollte die öffentlichen Kassen füllen, nun bewirkt die Steuer, dass Arbeitsplätz verloren gehen und Existenzen vernichtet werden. Wir können andere Gemeinden nur davor warnen, die Steuer einzuführen“, sagte Thomas Ungruhe, Leiter der Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Das Aktionsbündnis Pro Pferd verfolgte den Kampf um die Hainsmühle vom ersten Tag an. „Wir sind entsetzt, dass man in Bad Sooden-Allendorf auch Betriebe besteuert, die voll vom Pferd abhängig sind“, sagte Carola Schiller, Sprecherin des Aktionsbündnisses.

Bereits 2014 musste der Reitverein Sickenberger Pferdefreunde aus Bad Sooden-Allendorf aufgeben, denn die Pferdesteuer war nicht auf die Reitschüler umzulegen. Es kam zu zahlreichen Kündigungen und Abwanderungen. „Wir sind umso fassungsloser, weil Bürgermeister Hix weiterhin an der Pferdesteuer festhält und sogar andere Bürgermeister berät und dabei offensichtlich nicht erwähnt, welche Schäden er mit seinen Fürsprechern anrichtet. Wir bitten um Verbreitung, um Aufklärung und um Unterstützung. Es ist genug zerstört worden. Keine Gemeinde hat das Recht, Existenzen zu vernichten“, betonte Schiller.

Quelle: "fn-press"
 
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