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  Pferdegespanne im Straßenverkehr

 
 
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Erster Workshop von FN und DRFV zum Thema

Um Pferdegespanne als Verkehrsteilnehmer ging es Anfang April in der Zentrale des ADAC in Dortmund. Rund 60 Experten kamen zusammen, um deren Rolle im Straßenverkehr zu diskutieren. Eingeladen zu dem fachlichen Austausch hatten die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und der Deutsche Reiter- und Fahrerverband (DRFV).

Da Pferdegespanne allein schon aus ihrer Tradition heraus seit jeher auch Verkehrsteilnehmer sind, die gesellschaftliche Sensibilität ihnen gegenüber jedoch vor allem durch vereinzelte Unfälle mit Kutschenbeteiligung und ein entsprechendes Medienecho gestiegen ist, stand bei dem Treffen in Dortmund die Frage im Mittelpunkt, wie sich ihre Sicherheit im Straßenverkehr weiter erhöhen lässt. „Dabei wollten wir gezielt die ganze Bandbreite an Herausforderungen und möglichst viele Sichtweisen erörtern und haben daher nicht nur Experten aus den eigenen Reihen, sondern auch Vertreter anderer Verkehrsteilnehmer zu diesem Treffen eingeladen“, so Thomas Ungruhe, Leiter der FN-Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe. Dies stieß auf positive Resonanz: Unter den Vortragsrednern waren der ADAC-Pressesprecher Dr. Peter Meintz sowie der Vorsitzende des westfälischen Fahrlehrerverbandes Friedel Thiele. Sie appellierten zwar an die Fahrer von Gespannen, mehr zu tun, um ihre Pferde, die Kutschen und sich selbst mit Licht und Reflektoren großflächig zu kennzeichnen, wiesen aber auch darauf hin, dass Autofahrer heutzutage kaum noch etwas über Pferde wüssten. Zudem sei das Verhalten gegenüber Pferdegespannen auch kein Bestandteil der Führerschein-Prüfungsbögen mehr. Der Grund hierfür: Unfälle mit Pferdegespannen seien mit einem Anteil von 0,05 Prozent an der Gesamtzahl von Unfällen statistisch unbedeutend.

Die Vorträge in Dortmund machten klar: Eine Herausforderung für den Pferdesport liegt in der öffentlichen Wahrnehmung von Kutschen im Straßenverkehr. Statistisch zwar gering, stehen sie als „Besonderheit“ im Falle einer Unfallbeteiligung in der Medienberichterstattung häufig im Vordergrund – ganz gleich, ob sie Verursacher waren oder nicht. Dies rücke Pferdegespanne zunehmend auch in den Fokus von Tierrechtlern, erläuterte Tierarzt Dr. Karsten Zech von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Dazu sagt Rolf Schettler, Vorsitzender der Fachgruppe Fahren vom DRFV: „Da wir darauf keinen Einfluss haben, muss es unser oberstes Ziel sein, alles dafür zu tun, um die Sicherheit von Pferdegespannen im Straßenverkehr weiter zu erhöhen. Denn jeder Unfall ist einer zu viel.“

Der rechtliche Ist-Zustand für Pferdegespanne als Verkehrsteilnehmer, in der Dortmunder ADAC-Zentrale vorgetragen von Fahr-Bundestrainer Karl-Heinz Geiger, sieht übrigens in §28 StVO vor, dass die jeweilige Person dafür „geeignet“ sein müsse, Tiere im Straßenverkehr zu begleiten. Wenngleich nicht näher definiert ist, was unter „geeignet“ zu verstehen ist, so wurden die FN-Fahrabzeichen im Falle von Gerichtsverhandlungen nach Unfällen in der Vergangenheit häufig als Nachweis anerkannt.

Vorschläge, wie die Sicherheit weiter erhöht werden kann, wurden zum Abschluss des Treffens in vier Workshops mit den Kernthemen „Ausbildung für Sport- und Freizeitfahrer“, „gewerbliche Fahrer und Fuhrhaltereien“, „Ausbildung, Einsatz und Haltung von Pferden“ sowie „Technik von Kutsche und Geschirr“ erarbeitet. Sie sehen unter anderem vor, dass in Kfz-Fahrschulen wieder vermehrt dafür sensibilisiert werden soll, welche Besonderheiten es bei der Begegnung mit Pferdegespannen gibt. Konkret haben die Experten vorgeschlagen, hier tätig zu werden und Flyer sowie einen Kurzfilm zum Thema zu erstellen. Aber auch in der Ausbildung von Gespannfahrern soll das Gefahrenbewusstsein noch stärker als ohnehin schon verankert werden. Damit diese und weitere erarbeitete Vorschläge nun keinesfalls untergehen, sollen sie zeitnah in verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen der FN diskutiert und weiter ausgearbeitet werden. „Der Workshop in Dortmund war ein sehr konstruktives und zielführendes Treffen. Nun ist es unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass es auch so weiter geht“, resümiert Fritz Otto-Erley, Leiter der FN-Abteilung Turniersport und Disziplinkoordinator Fahren im Bereich Spitzensport.

Quelle: "fn-press"
 
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