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  Über Warendorf nach Rio

 
 
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Ehemalige Bundeschampionats-Pferde auf der olympischen Bühne

Die DKB-Bundeschampionate in Warendorf sind für viele Pferde das Sprungbrett in den großen Sport. Das beweist der Blick in die Ergebnislisten der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, wo zahlreiche Pferde mit Bundeschampionatsvergangenheit am Start waren.

Vielseitigkeitspferde
Ein „goldenes“ Beispiel ist Sam: In Rio wurde der 16-jährige Württemberger Wallach zum zweiten Mal zusammen mit seinem Reiter Michael Jung aus Horb zum Einzelolympiasieger. In der Biographie dieses Ausnahmepferdes aus der Zucht von Günter Seitter aus Aidlingen finden sich auch die Bundeschampionate. Als fünf- und sechsjähriger Jungspund traf er unter dem Namen „Sam the Schwäbisch Man“ auf die deutschlandweit besten Vielseitigkeitspferde seiner Altersklasse. Auch wenn von Burghley, Badminton, London oder Rio zu diesem Zeitpunkt noch keine Rede war, offenbarte er sein Potenzial mit einem fünften Platz 2005 und einem sechsten Platz ein Jahr später. Reiter des Stan the Man xx-Nachkommen war auch damals schon Michael Jung.

Einer seiner vierbeinigen Teamkollegen in Brasilien war Hale-Bob OLD, geritten von Ingrid Klimke (Münster). Der zwölfjährige Oldenburger Wallach, ein Sohn des Vollblüters Helikon xx, wurde 2010 Sechster im Finale der sechsjährigen Pferde mit Vanessa Bölting (Münster) und machte damit schon wenige Monate nach seiner Ausbildung zum Vielseitigkeitspferd auf sich aufmerksam. Mit seinem Vier-Sterne-Sieg in Pau/Frankreich, Teamgold bei den Europameisterschaften in Blair Castle und nun der Silbermedaille im Team bei den Olympischen Spielen hat der Wallach aus der Zucht von Dr. Rolf Lück bewiesen, dass er zu den ganz Großen seiner Disziplin gehört.

In Rio kam er kurzfristig nicht zum Zuge, sein Talent hat er in diesem Jahr mit einem zweiten Platz im Vier-Sterne-Klassiker Badminton jedoch mehr als bewiesen. So is et, ein 16-jähriger Sohn des Vollblüters Sunlight xx aus einer Mutter von Rotarier, wuchs in Rheda-Wiedenbrück bei seinem Züchter Marcelis Padmos auf. Auch der Westfale überzeugte in Jungpferdeprüfungen, sodass er folglich die Startgenehmigung für das Bundeschampionat erhielt. Im Jahr 2009 mit einem vierten Platz galoppierte er in der Konkurrenz der sechsjährigen Pferde nur knapp am Treppchen vorbei, auch damals schon geritten von Andreas Ostholt (Warendorf).

Dessen Schwägerin Sara Algotsson-Ostholt (Warendorf) war ebenfalls in Rio am Start, für ihr Heimatland Schweden. Ihr vierbeiniger Partner dort: die Hannoveranerin Reality. Die Stute stammt ab von Rabino und einer Mutter vom Vollblüter Prince Thatch xx und kommt aus der Zucht von Hans Brüning aus Garbsen. Im Endklassement belegte das Paar Platz 36. Bei den Bundeschampionaten 2010 belegte sie, ebenfalls mit Sara Algotsson-Ostholt im Sattel, im Finale der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde den fünften Platz.

Als Reservist für das Team aus Kanada war der Wallach Let it bee mit seiner Reiterin Kathryn Robison in Brasilien dabei. Der Westfale von Lamerto H, aus einer Brentano II Mutter wurde von Hubert Brinkmann aus Nottuln gezogen, erreichte als fünfjähriges Vielseitigkeitspferd den vierten Platz im Bundeschampionats-Finale. Geritten wurde er damals von Eva Christin Putz (Münster).

Dressurpferde
Insgesamt haben vier der fünf für Rio nominierten Vierbeiner der deutschen Goldmannschaft in jungen Jahren Warendorfer Turnierluft geschnuppert, so auch der Rappe Desperados FRH, der sich mit seiner Reiterin Kristina Bröring-Sprehe neben der Mannschaftsgoldmedaille auch Bronze in der Einzelwertung sicherte. Der Hengst betrat bereits 2004 mit drei Jahren das Warendorfer Viereck. Auch damals rangierte er auf dem Bronzeplatz zusammen mit seinem damaligen Reiter Holga Finken (Hagen a.T.W.). Der Hannoveraner ist ein Nachkomme der Vererberlegende De Niro, mütterlicherseits führt er Wolkenstein II im Pedigree. Züchter ist Herbert Schütt aus Hemmoor.

Mit Showtime FRH stellte der Hannoveraner Verband ein weiteres Pferd der deutschen Dressurequipe, das zusätzlich auch noch bei den Jungpferdechampionaten in Warendorf erfolgreich war. Der jetzt zehnjährige Wallach von Sandro Hit aus einer Mutter von Rotspon wurde gezüchtet von dem Stadthagener Heinrich Wecke. Mit fünf Jahren erreichte Showtime FRH im Finale seiner Altersklasse Rang elf. Ein Jahr später konnte er sich auf den sechsten Platz in der Konkurrenz der sechsjährigen Pferde steigern. Auch dort saß bereits Dorothee Schneider (Framersheim) in seinem Sattel, sie hat den Wallach selbst ausgebildet. Bisheriger Höhepunkt ihrer gemeinsamen Laufbahn war nun der Gewinn der olympischen Goldmedaille in der Mannschaftswertung. Zusätzlich erreichte das Paar den sechsten Platz in der abschließenden Einzelwertung, die als Kür ausgeritten wurde.

Noch ein bisschen besser war die olympische Bilanz für Weihegold OLD: Die Stute sorgte in Rio für Mannschaftsgold und Einzelsilber und bescherte ihrer Reiterin Isabell Werth (Rheinberg) den Titel der erfolgreichsten Dressurreiterin bei Olympischen Spielen. Bei den Bundeschampionaten 2009 und 2010 wurde die Oldenburger Brillantringsiegerstute von Kira Wulferding (Wildeshausen) geritten. In der finalen Reitpferdeprüfung für vierjährige Stuten und Wallache gewann sie Bronze, ehe sie im Finale der fünfjährigen Dressurpferde Platz 13 erreichte. Weihegold OLD stammt aus der Zucht von Inge Bastian aus Bargteheide und ist im Besitz von Christine Arns-Krogmann. Don Schufro ist der Vater der Rappstute, mütterlicherseits stammt sie ab von Sandro Hit, der ebenfalls Showtime FRH hervorgebracht hat.

Mit an Bord des Flugzeugs nach Brasilien war auch der Trakehner Imperio. Der Braune und sein Reiter Hubertus Schmidt (Borchen-Etteln) waren das Ersatzpaar der deutschen Dressurmannschaft. Der 13-jährige Hengst stammt ab von Connery aus einer Mutter von Balfour, sein Züchter ist Hartmut Keinecke aus Strasburg. Auch Imperio startete seine Karriere im Viereck in Warendorf. Insgesamt nahm er an drei Bundeschampionaten teil und das überaus erfolgreich: Als vierjähriges Pferd schrammte der Hengst als Viertplatzierter nur knapp an den Medaillenrängen vorbei. Vorgestellt wurde er zu diesem Zeitpunkt von Frederike Schulze-Wallner. Ein Jahr später konnte er sich dann den Titel bei den fünfjährigen Dressurpferden sichern, diesmal saß Anna Sophie Fiebelkorn (Ottersberg) im Sattel. Sie ritt Imperio auch ein Jahr später im Finale der sechsjährigen Dressurpferde, wo sie Rang fünf belegten.

Aber nicht nur die deutschen Dressurstarter hatten ehemals erfolgreiche Bundeschampionatspferde unter dem Sattel: Victoria Max-Theurer aus Österreich sattelte mit Della Cavalleria eine Oldenburger Stute im olympischen Reitstadion Deodoro. Züchterin der dreizehnjährigen Stute, die unter dem Namen Dolce Vita M dreijährig ihre Stutenleistungsprüfung in Vechta absolvierte, ist Elisabeth Münstermann aus Werl. Die Diamond Hit-Tochter nahm in den Jahren 2008 und 2009 unter dem Sattel von Kira Wulferding am Bundeschampionat teil. Dort erreichte sie als fünfjähriges Pferd den sechsten Platz, ein Jahr später steigerte sie sich auf den Silberrang in der Konkurrenz der sechsjährigen Dressurpferde.

Der bayrische Fuchs Lorenzo war ebenfalls im Jahr 2009 in Warendorf am Start. Er absolvierte die Meisterschaft der vierjährigen Hengste mit seinem Reiter Uwe Schwanz (Miesbach). Im Finale erreichte er den vierten Rang und verpasste damit nur knapp die Medaillenränge. Ähnlich nah dran an einem Platz auf dem Podest war er auch in Rio, zusammen mit seinem spanischen Reiter Severo Jesus Jurado Lopez. Die Beiden erhielten für ihre Kür über 83 Prozent und platzierten sich auf dem fünften Platz der Einzelwertung. Lorenzo ist ein Nachkomme des Lord Loxeley I aus einer Rubin-Royal Mutter, gezüchtet wurde er von Martin Niedermair aus Ayding.

Auch die Australierin Kristy Oatley brachte in Brasilien ein deutsches Pferd an den Start: den Hannoveraner Wallach Du Soleil aus der Zucht von Sven Kahrens aus Dedelsdorf. Der De Niro-Nachkomme kam vor sechs Jahren unter Saskia Lieben-Seutter auf den 13. Rang im Finale der Bundeschampionate der sechsjährigen Dressurpferde. In Rio belegte der Wallach mit seiner Reiterin den neunten Platz in der Mannschaftswertung als Mitglied des Teams aus Australien.

Ein Erfolgspaar der Schweden sind schon seit einiger Zeit der Hannoveraner Wallach Don Auriello und Tinne Vilhelmson Silvén. Auch diese beiden reisten nach Brasilien und hatten mit dem jeweils besten Ergebnis für Schweden in Grand Prix und Grand Prix Special erheblichen Anteil an dem fünften Platz der Skandinavier im Teamwettbewerb. In der abschließenden Kür wurde die Reiter-Pferd-Kombination schließlich Neunter. Birgit Wellhausen-Henschke ritt den Wallach aus der Zucht von Joachim Poppe aus Harsefeld als fünfjähriges Pferd bei den Bundeschampionaten. Der Sohn des Don Davidoff aus einer Mutter von White Star erreichte dort den 15. Platz.

Springpferde
Auch im olympischen Parcours konnte der fachkundige Zuschauer einige Nachwuchstalente vergangener Bundeschampionate entdecken. So sattelten gleich zwei Argentinier Pferde, die in jungen Jahren bereits in Warendorf auf sich aufmerksam machen konnten: Besonders beeindruckte der Wallach Cannavaro mit Matias Albarracin. Er blieb im Einzelfinale ohne einen einzigen Abwurf und holte mit nur zwei Strafpunkten für Zeitüberschreitung den achten Platz. Mit dem argentinischen Team wurde das Paar außerdem Zehnter im Mannschaftsspringen. Mit Cornet Obolensky hat er einen der besten Springpferdevererber der Welt zum Vater, seine Mutter stammt ab von Florestan I. Gezogen wurde der Westfale von Robert Tönnissen aus Senden. Bei den Bundeschampionaten konnte er sich im Alter von fünf und sechs Jahren jeweils im Kleinen Finale platzieren: 2009 als Fünfter mit Michael Beckmann (Rhede) und ein Jahr später als 15. mit Markus Renzel (Oer-Erckenschwick).

Ebenfalls ein Sohn des Cornet Obolensky (M.v. Champion de Lys) und ebenso für Argentinien am Start war der zwölfjährige Westfale Cornet du Lys. Züchter des Hengstes ist Franz-Josef Krüer aus Ibbenbüren. Auch dieser Schimmel qualifizierte sich in jungen Jahren zweimal für das Bundeschampionat. Unter dem Sattel des Schweden Henrik von Eckermann erreichte er beide Male das Finale: Platz sieben im Jahr 2009 und Platz 18 im folgenden Jahr.

Mit Clooney stellte Cornet Obolensky einen weiteren, bereits in Warendorf erfolgreichen Nachkommen bei den Spielen in Brasilien. Die Mutter des zehnjährigen Pferdes stammt ab von Ferragamo. Im Rahmen der Bundeschampionate im Jahr 2009 platzierte Clooney sich in einer Springprüfung der Klasse S**, dem Finale der Tour für siebenjährige Pferde, mit Jana Wargers (Emsdetten) auf Rang sieben. Drei Jahre später konnte er nun mit seinem heutigen Reiter Martin Fuchs aus der Schweiz Platz sechs in der Teamentscheidung erreichen und wurde im Einzelfinale mit lediglich vier Strafpunkten im zweiten Umlauf Neunter. Gezüchtet wurde der Schimmel von Bernd Richter aus Ladbergen.

Und beinahe hätte noch einer dieser erfolgreichen Cornet Obolensky-Söhne (M.v. Acobat I) in Rio um die Medaillen mitgekämpft, doch Cornado NRW war nach dem Warm-Up nicht ganz fit. Daher mussten der Hengst und sein Reiter Marcus Ehning aus Borken auf einen Einsatz bei den Olympischen Spielen verzichten. Cornado NRW steht im Besitz des NRW-Landgestüts und wurde von Antonius Schulze-Averdiek aus Rosendahl gezüchtet. Der Landbeschäler nahm zweimal am Bundeschampionat teil: Mit fünf Jahren sprang er mit Marcus Döring im Finale auf den 23. Platz, ein Jahr später konnte er mit Franz-Josef Dahlmann sogar eine Qualifikation zum Finale für sich entscheiden.

Quelle: "fn-press"
 
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