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  News vom: 30.04.2013   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  Bei Rindertuberkulose: Gülle entseuchen!

 
 
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In den letzten Monaten wurden vor allem im Oberallgäu etliche Fälle von Rindertuberkulose nachgewiesen. Die Schäden für die betroffenen Betriebe sind enorm. Umso wichtiger ist es, die weitere Ausbreitung der Krankheit zu stoppen. Eine gefährliche Infektionsquelle stellen insbesondere Flüssig- und Festmist aus befallenen Beständen dar, welche massenhaft Tbc-Erreger enthalten. Bevor diese organischen Dünger ausgebracht werden, ist daher eine Entseuchung dringend angeraten. Die möglichen Verfahren der Entseuchung sind in der Desinfektionsrichtlinie des BMELV beschrieben:

Festmist muss mit Branntkalk vermischt zu Mieten aufgesetzt werden. Die erforderliche Aufwandmenge beträgt 100 Kilogramm Branntkalk je Kubikmeter Mist. Es wird eine Einwirkungsdauer von mindestens fünf Wochen benötigt. Während dieser Zeit sind die Mieten mit Folie abzudecken.

Flüssigmist kann mit Formalin oder Kalkstickstoff entseucht werden. Aus Gründen des Anwenderschutzes und der Umweltverträglichkeit bietet sich vor allem der Kalkstickstoff an. Die Aufwandmenge beträgt 20 Kilogramm je Kubikmeter Gülle. Der Kalkstickstoff muss intensiv mit der Gülle vermischt werden, dafür ist ein leistungsfähiges Rührwerk erforderlich. Während der vierwöchigen Einwirkungszeit wird ein wiederholtes Aufrühren empfohlen, damit sich der Kalkstickstoff nicht auf dem Behälterboden absetzt. Danach kann die Gülle auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden. Durch die Entseuchung mit Kalkstickstoff steigt der Stickstoffgehalt der Gülle um etwa 4 Kilogramm je Kubikmeter an. Dies ist bei der Bemessung der Güllegaben zu berücksichtigen, um eine Überdüngung zu vermeiden.

Der Ausbruch der Rindertuberkulose stellt eine ernste Bedrohung für die rinderhaltenden Betriebe dar. Gelingt es nicht, die Tierseuche einzudämmen, könnte Deutschland den Status als Tbc-freies Land verlieren, was sich nachteilig auf die Exportmöglichkeiten auswirken wird. Aus diesem Grund sind alle Maßnahmen zu ergreifen, die eine weitere Verbreitung des Erregers verhindern. Ein besonderes Augenmerk ist dabei der Gülle aus befallenen Beständen zu widmen. Durch eine Entseuchung der Gülle mit Kalkstickstoff gemäß der Desinfektionsrichtlinie des BMELV kann ein massiver Eintrag der Tbc-Erreger in die Umwelt wirkungsvoll unterbunden werden.

Weitere Informationen: www.alzchem.de

Quelle: "Alzchem"
 
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