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  News vom: 16.08.2013   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  Das sollten Wanderer über Kühe wissen

 
 
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Biologisch betrachtet, sind Rinder Fluchttiere, die bei Gefahr weglaufen. Nur wenn es keinen Fluchtweg gibt oder sie ihre Jungtiere verteidigen, können die friedlichen Tiere mit einem Angriff reagieren. „Kühe haben einen sehr starken Mutterinstinkt“, erklärt Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN. „Daher gilt als erste Regel: Wenn Wanderer Muttertiere mit ihren Kälbern sehen, sollten sie einen großen Bogen um die Kuh-Herde machen.“ Viele Zwischenfälle, bei denen Wanderer verletzt werden, hätten auf diese Weise vermieden werden können, meint Dr. Stephany.

Abgesehen davon hilft es, sich ein paar einfache Regeln zu Herzen zu nehmen, um eine
Wanderung auch ohne unerfreuliche Zwischenfälle genießen zu können:

- Am besten man klärt schon vor der Wanderung ab, ob diese über Weiden führt und sucht gegebenenfalls nach alternativen Routen. Das gilt vor allem, wenn Hunde mit von der Partie sind.

- Grundsätzlich sollte man markierte Wege nicht verlassen.

- Ist die Überquerung einer Weide unvermeidlich, rät VIER PFOTEN, sich ruhig zu verhalten und begleitende Hunde unbedingt anzuleinen. Hunde stellen natürliche Feinde für Rinder dar und können deren angeborenes Abwehrverhalten auslösen, sodass eine ursprünglich friedfertige Kuh-Herde bedrohlich reagieren kann.

- Die Begegnung mit Tieren in der freien Natur ist ein beeindruckendes Erlebnis und kann den Wunsch nach Kontakt bewirken. Doch auch wenn das Kälbchen noch so herzig scheint, darf es nicht berührt oder gefüttert werden, da dies den starken Schutzinstinkt seiner Mutter wecken könnte. Vielmehr ist generell zu allen Rindern auf der Weide größtmöglicher Abstand zu halten.

- Lärmendes Verhalten, das Imitieren von Kuhlauten und ruckartige Bewegungen bzw. spontanes Umherlaufen sollten in jedem Fall unterlassen werden.

- Die Körperhaltung der Tiere ist sehr aufschlussreich: Ein Senken des Kopfes in einer Konfrontation ist eine eindeutige Drohgebärde. In einem solchen Fall sollte man so ruhig wie möglich zurückweichen und die Alm verlassen.

Berücksichtigt man diese wenigen einfachen Verhaltensregeln, so kann ein Restrisiko, das bei einem Zusammentreffen mit Tieren nie ganz auszuschließen ist, minimiert werden. „Ein respektvoller Zugang zur Natur und ihren Lebewesen ist jedenfalls die beste Voraussetzung für ein sommerliches Wandervergnügen“, so Dr. Stephany.

Quelle: "Vier Pfoten e.V."
 
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