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  News vom: 14.11.2013   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  Europäischer BVD-Status besorgniserregend hoch

 
 
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BVD (Bovine Virusdiarrhoe) ist die häufigste Viruserkrankung von Rindern in Europa. Gerade in jüngster Zeit gab es einige Fälle in Deutschland, bei denen sich Kühe mit BVD infizierten. Trotzdem wird BVD überraschend selten von den Landwirten als Problem erwähnt, wohl weil die Symptome schwer zu erkennen sind, dies zeigen Ergebnisse aus einem BVD-Monitoring der GfK Animal & Crop Health in 2013.
Infizierte Tiere weisen sehr verschiedene Symptome auf und in vielen Fällen gibt es eine Zeitverzögerung zwischen dem Viruskontakt und den klinischen Anzeichen. Trotzdem kann die im Bestand schlummernde Erkrankung zu schwerwiegenden Verlusten im Tierbestand führen. Das Erkrankungsgeschehen tritt ähnlich einer Zeitbombe auf. BVD hat Einflüsse auf das Tierwohl und verursacht signifikante wirtschaftliche Verluste.
Daten aus dem EU-weiten BVD-Monitoring weisen schwankende Krankheitshäufigkeiten in den verschiedenen Ländern aus und zeigen damit auch an, wo es Eradikationsprogramme bzw. regionale Managementmaßnahmen zur BVD-Kontrolle gibt.

Häufiger Viruskontakt
BVD kann über Milchproben, Blut oder über die Ohrstanzprobe ermittelt werden. Regionale Daten zeigen, dass die Tiere durchaus häufig Kontakt zum Virus haben:
Prozent der Tiere mit Viruskontakt:
- UK: 90 % bis 95 %
- Irland: 98 %
- Deutschland: 60 %
- Frankreich: 60 %
- Italien: 62 %
- Spanien: 80 %
Das Virus ist vor allem gefährlich, wenn es tragende Kühe infiziert. Ist eine tragende Kuh dem Virus zwischen Tag 42 und Tag 100 der Tragezeit ausgesetzt und das Kalb wird lebend geboren, dann ist dieses Kalb auf ewig ein PI-Tier, also ein persistent infiziertes Tier.

Virusquelle PI-Tier
PI-Tiere können während ihres ganzen Lebens das Virus in der Herde weiterverbreiten, und obwohl PI-Tiere häufig schlecht gedeihen, können sie trotzdem ein Kalb zur Welt bringen. PI-Tiere sind damit die häufigste Virusquelle in einer Herde.
Monitoringdaten zeigen die Häufigkeit des Vorkommens von PI-Tieren in Europa:
- UK: 0,4 bis 0,8 %
- Irland: 0,6 %
- Deutschland: 0,3 %
- Frankreich: 1 %
- Italien: 1 %
- Spanien: 1 %

BVD-Kontrolle hilft
Ein Datenüberblick in Europa von 1970 bis jetzt zeigt, dass BVD gehäuft in den Ländern vorkommt, wo bisher keine systematische BVD-Kontrolle initiiert wurde. Unter diesen Bedingungen leben in ungefähr 50 % aller Herden PI-Tiere, und 90 % der Rinder haben während ihres Lebens Viruskontakt.
Doch es geht auch anders: Nordische Länder haben schon vor rund 10 Jahren ein BVD-Eradikationsprogramm gestartet mit dem Ergebnis, dass Schweden, Norwegen und Dänemark jetzt BVD-frei sind. In Deutschland existiert erst seit dem 1. Januar 2011 ein bundesweites Bekämpfungsprogramm.

Quelle: "Dr. Heike Engels"
 
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