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  News vom: 26.10.2013   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  Wie viel Stroh befriedigt den Forscherdrang von Schweinen?

 
 
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Mastschweine brauchen bis zu 400 g Stroh pro Tier, zur Befriedigung ihres Bedürfnisses die Umwelt zu erforschen und zu wühlen. Dies ist Ergebnis einer Studie der dänischen Universität Aarhus. Aber die Befriedigung natürlichen Verhaltens ist nicht der einzige Vorteil von Stroh – Schweine zeigen auch höhere Gewichtszunahmen und ein vermindertes Risiko Magengeschwüre zu entwickeln.

Schweine nutzen einen großen Teil ihrer aktiven Zeit zur Erforschung ihrer Umgebung. Dieses Verhalten mag unter natürlichen Bedingungen vom Hunger bestimmt sein, aber Mastschweine, die normalerweise freien Zugang zu Futter haben, motiviert vor allem Neugier und die Suche nach Information über die Umwelt.

Wenn Tiere nur wenig Stimulation erfahren, kann sich ihr normaler Untersuchungsdrang gegen andere Schweine in der Bucht richten. Besonders gegen deren Ohren und Schwänze. Das Ausmaß dieser fehlgerichteten Aufmerksamkeit kann als Messgröße dafür genutzt werden, wie gut die Umgebung das Bedürfnis der Schweine nach Wühl- und Untersuchungsmaterial befriedigt.

In ihrem Projekt dokumentierten die dänischen Wissenschaftler auch Schwanzverletzungen. tägliche Gewichtszunahme, die Qualität an übriggebliebenem Stroh bevor neu eingestreut wurde, den Zustand des Magens und Auswirkungen auf das Stallklima.

Die Ergebnisse zeigten einen linearen Zusammenhang zwischen der verfügbaren Strohmenge und der Zeit, die Schweine sich mit ihren Buchtnachbarn beschäftigten. Die tägliche Gabe von 500 g Stroh je Tier reduzierte diesen Zeitanteil von 10,5 % auf 8,1 % verglichen mit der Gabe von nur 10 g je Tier. Die Versuchsbedingungen veranlassten die Wissenschaftler zu der Annahme, dass mindestens 400 g Stroh pro Schwein und Tag den Bedürfnissen der Tiere entspricht.

Bei den sekundären Messgrößen zeigte sich eine deutliche und lineare Verminderung der Schwanzverletzungen (5,9 % und 2,8 % bei 10 g und 500 g Stroh). Höhere Tageszunahmen bei höherer Strohgabe (1012 g und 1060 g am Tag bei 10 und 500 g Stroh). Beim Auftreten von Magengeschwüren waren die Ergebnisse noch deutlicher. Nur 7 % der Schweine denen 500 oder 1000 g Sroh zur Verfügung standen zeigten Magengeschwüre, verglichen mit 33 %, wenn nur 10 g Stroh vorhanden waren.

Während des Versuchs wurde zweimal wöchentlich ausgemistet und bei der Auswertung der Stallklimadaten zeigte sich (unter Auslassung der beiden heißesten Monate), dass die Strohmenge nicht zur vermehrten Verschmutzung der Buchten oder der Schweine führte. Ebenso wenig zur Verschlechterung des Stallklimas (Temperatur und Ammoniakgehalt).

Die Messung der übriggebliebenen Strohmengen ergab, dass die Mindestgabe von Stroh pro Schwein bei ca. 80 g bei einem Körpergewicht bis etwa 50 kg liegt. Bei ca. 150 g bis 70 kg und danach mehr als 290 g um jederzeit den Zugang zu Stroh sicher zu stellen.

Die Versuchsleiterin Lene Juul Pedersen hob hervor, dass bei der Umsetzung in die Praxis neue Wege bei Stalleinrichtung und Gülletechnik gefunden werden müssen.

Quelle: "Department of Animal Science, Aarhus University"
 
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