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Verbesserung der Tiergesundheit und Zusammenarbeit zwischen Human- und Veterinärmedizin

Die Verbesserung der Tiergesundheit und der intelligente Einsatz von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin sind zwei wesentliche Schlüssel, um die besorgniserregende Zunahme von Antibiotikaresistenzen zu stoppen. Dieses Fazit zogen die Teilnehmer des zweitägigen Symposiums „Tierarzneimittel im Fokus – Nutzen, Risiken, Resistenzen“, welches das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin veranstaltete. Am zweiten Tag der Veranstaltung beschäftigten sich die rund 180 Vertreter aus Wissenschaft, Behörden und Verbänden intensiv mit weiteren Tierarzneimittel-Wirkstoffklassen, der Nutzen-Risiko-Bewertung vor und nach der Zulassung und mit neuen, innovativen Therapierichtungen.

Antibiotikaresistenz ist eine globale Bedrohung der öffentlichen Gesundheit sowie der Gesundheit von Tieren, der nur durch eine intensive weltweite Zusammenarbeit begegnet werden kann. Darüber waren sich die Teilnehmer des Symposiums einig. Mit der Entwicklung neuer Antibiotika lässt sich das Problem, dass bestehende Wirkstoffe in alarmierender Geschwindigkeit ihre Wirksamkeit verlieren, nicht lösen. Neue Resistenzen entstehen sehr schnell, zudem werden neue Antibiotika nur noch sehr selten entwickelt.

Um die Antibiotikaresistenz-Entwicklung zu verlangsamen, müsste an mehreren Stellschrauben gedreht werden. Ein wesentlicher Punkt ist, die Tiergesundheit erheblich zu verbessern. Gesunde, widerstandsfähige Tiere benötigen automatisch weniger Antibiotika. Dies berührt auch die Frage nach den Produktionsbedingungen. Verstärkte Infektionskontrollen und ein stärkeres Augenmerk auf Impfstrategien, Züchtungsziele, Herdenmanagement und Haltungsbedingungen könnten hier zum Erfolg führen. Derartige Änderungen seien aber nur im gesellschaftspolitischen Konsens zu erzielen, betonten mehrere Redner.

Ebenso dringend erforderlich ist nach Ansicht der Tagungsteilnehmer die Zusammenarbeit zwischen Human- und Tiermedizin. Nur ein gemeinsames Engagement auf nationaler und europäischer Ebene könne erfolgreich sein.

In den Vorträgen des zweiten Tages kam zum Ausdruck, dass Antibiotika zwar einen sehr wichtigen Teil der Tierarzneimittel darstellen, Antibiotikaresistenz aber nur ein Teilaspekt der vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen bei der Entwicklung und Anwendung von Tierarzneimitteln ist. Das Spektrum an Tierarzneimitteln ist groß und umfasst neben den Antiinfektiva (25 Prozent) vor allem Antiparasitika (19 Prozent), Impfstoffe (26 Prozent) und sogenannte pharmazeutische Spezialitäten (30 Prozent) wie Anästhetika, Analgetika, Herz-Kreislaufmittel, die bei Nutztieren wie Rind, Schaf, Schwein und Geflügel sowie bei Hund, Katze und Pferd angewendet werden.

Insgesamt sind auf dem deutschen Markt über 3.000 Tierarzneimittelspezialitäten zugelassen. Für all diese Produkte müssen Qualität, therapeutische Wirksamkeit und potentielle Risiken für Tier, Mensch und Umwelt vor und nach der Zulassung der Bewertung nach wissenschaftlichen Kriterien standhalten. In den Vorträgen wurden an verschiedenen Beispielen wie der Behandlung von Bienen, parasitären Erkrankungen und Zoonosen die verschiedenen Aspekte dieser Nutzen-Risiko-Bewertung beleuchtet und ihre Wechselbeziehungen im gesundheitspolitischen Kontext kritisch untersucht. Der Blick richtete sich auch auf neue Therapierichtungen und alternative Behandlungsmethoden, die u.a. den Einsatz von Antibiotika reduzieren können.

Quelle: "Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)"
 
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