27.04.2017     Willkommen Startseite   |   Wer hat Was ?   |   Newsletter   |     RSS-Newsfeed   |   Presse   |   Mediadaten   |   Unser Team   |   Kontakt   |   Impressum

User online: 296
  Start |  Kleintiere  |  Rinder  |  Schweine  |  Pferde  |  Tiergesundheit - TV  |  Video-Lexikon Krankheiten  |  Tierärztezeitung  |  Tierärzte  |  Tierheime
      Übersicht    |    Schweine Aktuelles    |    Schweinezeitung    |    Wer hat Was?    |    Tiergesundheit-TV Schweine
 
   
Laufend stellen wir hier die neuesten Informationen, Beiträge, Erkenntnisse, Forschungsergebnisse zur Verfügung.
Ihre gewählten News für Ferkel:
    Suche in News:
  News vom: 13.12.2013   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  Nottötung von Ferkeln: Wie es gemacht werden sollte

 
 
Weitere News zu den Themen:     Hilfe

Sind mehrere ähnliche News vorhanden, werden Sie nach Anklicken des gewünschten Begriffes direkt auf eine Auswahlseite geführt.

Ist nur eine News mit ähnlichem Inhalt verfügbar, gelangen Sie durch Anklicken des gewünschten Begriffes direkt zu dieser News.


schweine  ferkel  nottötungen  wengenroth  
Aus aktuellem Anlass haben wir einen Amtstierarzt um Aufklärung gebeten, wie Betäubung und Tötung von Ferkeln korrekt durchgeführt werden sollte. Obwohl der betreffende Veterinärmediziner langjährige Erfahrung aus praktischer Arbeit, Fortbildung und Schulung hat, legt er keinen Wert darauf, dass sein Name genannt wird und verzichtet gerne auf damit verbundene Prominenz.

Die zentralen Punkte des Gesprächs in der Zusammenfassung:

Zunächst einmal steht bei „zu großen Würfen" eine ganze Kaskade von Möglichkeiten zur Verfügung: Wurfausgleich, natürliche oder künstliche Ammensauen, Ferkeltränke oder Milchbar.

Wenn aber Ferkel tatsächlich - aus Gründen, die im Tierschutzgesetz genannt sind – durch den Tierhalter getötet werden sollen, muss man die Betäubungs- und Tötungs-Methoden differenziert betrachten.
Ferkel bis 2 kg Gewicht sollten per Kopfschlag betäubt und anschließend per Blutentzug getötet werden. Allerdings ist bei solch kleinen Tieren der zweite Schritt oft nicht nötig, da sie allein durch den Kopfschlag schon getötet werden – wenn dieser fachgerecht ausgeführt wird. Bei Ferkeln mit einem Gewicht von 2 bis 5 kg ist der Blutentzug dann jedoch notwendig. Ferkel über 5 kg Gewicht sollten mit einem passenden Bolzenschussgerät betäubt werden. Auch hier mit anschließendem Blutentzug.

Alternativ zur Entblutung ist die Rückenmarkszerstörung als Tötungsmethode statthaft. Hierzu wird in die durch den Bolzenschuss erzeugte Öffnung ein spezieller Plastikstab eingeführt, mit dem dann das Mark so zerstört werden kann, dass der Tod sicher eintritt. Die Methode erfordert allerdings nicht nur entsprechende Sachkunde, sondern stellt auch besondere Anforderungen an die psychische Belastbarkeit des Ausführenden.

Ein Bolzenschussgerät ist nicht allzu teuer und sollte für jeden Betrieb erschwinglich sein. In größeren Betrieben wäre die Installation einer Kohlendioxidbox zur Tötung von Ferkeln anzuraten.

In jedem Fall aber ist entsprechende Sachkunde beim Tierhalter nötig und auch gesetzlich gefordert. Bisher wird ein Sachkunde-Nachweis aber nur von Schlachthofpersonal verlangt. Sicher gibt es hier noch Verbesserungs-Potential.

Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz bietet auf ihrer Website ein Merkblatt zum Thema an. Es ist unter Nummer 75 zu finden unter http://www.tierschutz-tvt.de/merkblaetter.html#c98

Quelle: "Thomas Wengenroth"
 
  ... zurück zur Übersicht.     
 
 
   



  Kennen Sie schon ... unsere "Tierarzt-Suche"? Geben Sie einen einfach einen Suchbegriff ein, und finden Sie Tierärzte und Tierarztpraxen in Ihrer Umgebung.
( weitere Informationen )