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  News vom: 20.02.2014   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
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Schweinehalter unter dem Druck der Schweinepestgefahr und der öffentlichen Wahrnehmung

Rund 400 Schweinehalter und Interessierte verfolgten die diesjährige Mitgliederversammlung der ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. in der OsnabrückHalle.

Über die Afrikanische Schweinepest, das Bild der Schweinehaltung in der Öffentlichkeit und die politischen Seitenhiebe auf die Tierhalter gab es ein breites Themenspektrum zu diskutieren.

Geradezu karnevalistisch eröffnete ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes mit seinen Ausführungen und bezog sich dabei auf die Bezeichnung des Niedersächsischen Agrarministers Christian Meyers zum "Legen von Ferkeln".

Rauher Wind bläst ins Gesicht

Doch anschließend wurde Dierkes ernst: "Der politische Wind ist weiter rau und schlägt uns insbesondere aus grünen Landwirtschaftsministerien vom Schwarzwald bis zur Nordsee entgegen."

Die Themen seien in all diesen Bundesländern die gleichen: Von der Änderung des Baugesetzbuches, Änderungen der Haltungsbedingungen bis hin zur totalen Kontrolle der Nährstoffströme durch ein Düngekataster sowie weiterer Verschärfungen der Düngeverordnung.

"Was sich mir in der ganzen Diskussion einfach nicht erschließen will: Der Widerspruch zwischen teuren Umwelt- und Tierschutzanforderungen auf der einen Seite und dem Idealbild bestimmter politischer Gruppen, vom kleinen bäuerlichen Familienbetrieb", hinterfragte Dierkes die aktuellen politischen Diskussionen.

ASP-Situation wird ausgenutzt

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr thematisierte ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack, unter anderem das aktuelle (Preis)Geschehen um die Afrikanische Schweinepest. Das Marktverhalten einiger Akteure sei zu verurteilen, "weil sie mit ihrem eigensinnigen Agieren die ganze Marktsituation noch weiter verschärfen und die Abwärtsspirale in der Preisfindung so beschleunigen."

Zuvor hatte Heinrich Dierkes in seiner Rede bereits darauf hingewiesen, dass die Schweinepestgefahr in Deutschland durch die neuerlichen Fälle in Litauen und Polen nicht unbedingt größer geworden sei. Trotzdem rief er dazu auf, alle bekannten hygienischen Maßnahmen in den Betrieben zu ergreifen, damit es dabei auch bleibt.

Podiumsdiskussion: Bacon – Bratwurst – Bauchgefühl

Den Aufschlag für die anschließende Podiumsdiskussion zum Thema: "Bacon – Bratwurst – Bauchgefühl: Eine lösbare Aufgabe für deutsche Schweinehalter?" machte ISN-Marktexperte Matthias Quaing. Er stellte anhand von Fakten die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit auf der Seite der Verbraucher dar. Beispielsweise geben 10 bis 20 % der Verbraucher an, für eine tiergerechtere Haltung auch einen höheren Preis zahlen zu wollen, gleichzeitig achten 81 % der Verbraucher beim Einkauf insbesondere auf den Preis.

Moderator Ludger Schulze Pals, Chefredakteur der Fachzeitschrift top agrar, nahm den Ball auf und übergab an Rudolf Ringhofer, Senior Director Supply Chain & Qualitätssicherung bei McDonald´s Deutschland, mit der Frage nach deren Kundenkenntnis. "Ja, wir kennen unsere Kunden. Sie wünschen sich auch bei McDonalds Regionalität und kein Preisdumping. Wir kommen dem gerne entgegen. Rund 80% der von uns verwendeten Zutaten stammen aus Deutschland".
Kommunikation gefragt wie nie

Christian Rauffus, Inhaber und Geschäftsführer des Wurstherstellers Rügenwalder Mühle, erntete viel Applaus für seine klaren Worte: "Wir können in der Tierhaltung nicht mehr kommunizieren, dass bei uns ist alles in Ordnung ist, sondern viel eher, wir haben verstanden und machen uns auf dem Weg. Wir müssen aufpassen, dass Schweinefleisch nicht die Zigarette von morgen wird."

Dabei reichte es nicht, nur auf den Selbstversorgungsgrad zu schauen und zu glauben, die Probleme seien gelöst, wenn die Erzeugung gedrosselt wird, warnte Heinrich Dierkes: "Unsere Nachbarn warten nur darauf, diese Lücke zu schließen." Als richtigen Weg lobte der ISN-Vorsitzende die Aktivitäten rund um die Initiative Tierwohl.

Dazu gehört für ISN-Beiratsmitglied und Sauenhalter Carsten Spieker auch eine umfassende Kommunikationsstrategie. "Wir brauchen eine geschlossene Kommunikation der Branche mehr und dringender denn je. Doch dafür brauchen wir auf jeden Falls eins: viel Geld."

Quelle: "ISN - Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V."
 
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