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  News vom: 25.04.2014   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  Amtstierärzte fordern Tiergesundheitsdatenbank

 
 
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Tierwohl, Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit sind eine untrennbare Einheit

Der Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT) sieht die Erfassung von Antibiotikaanwendungen bei Masttieren ab dem 1. Juli 2014 in einer Datenbank als einen ersten wichtigen Schritt zur Reduzierung der Antibiotikaresistenzen. Der Erhalt der Wirksamkeit von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin ist wegen der überragenden Bedeutung dieser Stoffe in der Therapie eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe. Eine nachhaltige und tierschutzgerechte Minimierung der Antibiotikaan-wendungen kann aber nur über eine Verbesserung der Tiergesundheit in den Nutztierbeständen erfolgreich sein. Dabei sind auch die Einflüsse der Haltungsbedingungen und des Managements zu berücksichtigen.

Der eingeschlagene Weg muss daher konsequent weitergegangen werden. Daten zur Tiergesundheit und Tierwohlindikatoren müssen mit den Antibiotikadaten in einer Tiergesundheitsdatenbank zusammengeführt werden. „Dies ist schon erforderlich, um eine bloße Reduzierung des Antibiotika-einsatzes ohne Verbesserung der Umstände zu verhindern", betont Dr. Martin Hartmann, der Präsi-dent des BbT. „Kranke Tiere müssen natürlich - schon aus Tierschutzgründen - behandelt werden.“

Die Bundesregierung sieht ebenfalls die enge Verknüpfung von Tiergesundheit und Tierarzneimitteleinsatz und hat in ihrem Koalitionsvertrag die sinnvolle Zusammenführung des Tierarzneimittelrechts und Tiergesundheitsgesetzes in einem einheitlichen Rechtsrahmen angekündigt.

Mit der Einführung der visuellen Fleischuntersuchung als Standardmethode erhält die Forderung nach einer Tiergesundheitsdatenbank eine zusätzliche Bedeutung. Der amtliche Tierarzt am Schlachthof benötigt für die Risikobeurteilung relevante Informationen aus dem Tierbestand wie z.B. Tierbehandlungsindex, Tierschutzindikatoren, Mortalitätsrate; der praktizierende Tierarzt und der Tierhalter benötigen die Schlachttierbefunde. Aus unserer Sicht ist eine zentrale staatliche Daten-bank, die allen Beteiligten einen einfachen Zugriff auf alle erforderlichen Informationen gibt, die un-abdingbare Voraussetzung für die Einführung der visuellen Fleischuntersuchung, insbesondere auch in mittleren und kleinen Schlachtstätten.

Der Bayerische Umwelt- und Verbraucherschutzminister Dr. Marcel Huber wird am Montag, den 28. April 2014 um 9:00 den Internationalen Veterinärkongress in Bad Staffelstein mit über 600 Teilneh-mern aus allen Ebenen der Veterinärverwaltung, vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, eröffnen. Der Kongress deckt mit wissenschaftlichen Beiträgen alle wichtigen Arbeitsgebiete des amtstierärztlichen Dienstes ab.

Quelle: "Bundesverband der beamteten Tierärzte BbT"
 
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