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  Wer bezahlt den Tierschutz?

 
 
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roland  krieg,  www.aid.de  wer  den  tierschutz  schweine  
Wunsch und Wirklichkeit

Über das Wohl der Nutztiere wird derzeit landauf und landab diskutiert. Die existierenden Tierschutz-Labels sind bisher jedoch kaum in den Geschäften zu finden. Der Handel startet mit dem Deutschen Bauernverband im Januar 2015 eine Tierwohl-Initiative ohne Label und das Bundeslandwirtschaftsministerium stellte am 17. September seine eigenen Vorstellungen zum Tierwohl vor. Auch auf der Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung MeLa war der Tierschutz im Fachforum und auf dem Landesbauerntag an der Spitze der Themen. Wohl aber auch in puncto Ernüchterung, wie Fachbereichsleiter Dr. Albert Hortmann-Scholten von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ausführte.

"Die Landwirte produzieren entweder ein Ferkel pro Sau mehr oder bekommen mehr Geld vom Verbraucher", lautete das Fazit des Ökonoms. Die Ferkelpreise sind im vergangenen Jahr um zehn auf 43,50 Euro gefallen, die Landwirte bekommen für ein Kilo Schlachtschwein mit aktuell 1,65 Euro fast ein Viertel weniger als im Vorjahr. Auch bei den Milchpreisen zeigt der langfristige Trend nach unten. Zwar sind die Milchpreise in zehn Jahren um zehn Cent/kg gestiegen, der Erlös für die Bauern ist aber von 17 auf 14 Cent/kg gefallen. Schweine- und Milchpreise sind mittlerweile eng an die Entwicklung des Welthandels gebunden. Die Landwirte müssen bei den sinkenden Margen effektiver werden.

Beispiel Melktechnik: Die Melkzeit ist der größte Zeitfaktor in der Milchviehhaltung. Bei 20 Kühen summiert sich die Jahresmelkzeit pro Kuh auf 90 Stunden. Steigt die Herdengröße auf 300 an, reduziert sich der Aufwand pro Kuh und Jahr auf 40 Stunden, erklärte Hortmann-Scholten. Für die neue Technik aber brauchen die Landwirte Geld für Investitionen, die kaum aus den geringen Gewinnmargen zu realisieren sind. Das gilt auch beim Schwein: "Wir brauchen neue Ställe", forderte Rainer Tietböhl, Präsident des Landesbauernverbandes in Mecklenburg-Vorpommern. Die Brancheninitiative Tierwohl schreibt beispielsweise eine Fensterfläche von 1,5 Prozent der Stallgrundfläche vor. Ohne Umbau ist das oftmals nicht zu machen.

Es geht aber auch anders: Biolandwirt Jens Rasim mästet seine Schweine auf 120 Kilogramm. Sein Vermarktungsgebiet befindet sich in einem Umkreis von 50 Kilometern um das Hofgut Gallin. "Wir verdienen damit Geld", sagt Rasim. "Bio" und "Regionalität" par excellence. Megatrends beim Verbraucher. Aber genau das ist der nächste Knackpunkt. Der Anteil von Bioschweinen am Schweinemarkt stagniert seit Jahren bei unter einem Prozent. Sind die Verbraucher doch nicht bereit, mehr Geld für den Tierschutz auszugeben?

Dr. Till Backhaus, Landwirtschaftsminister in Schwerin, macht auch den Handel für Preisbildung und "Preiserziehung" des Verbrauchers verantwortlich. Die bisherigen und künftigen Tierwohl-Initiativen müssen sich vor allem am "Point of Sale" beweisen. Das ist der Punkt, an dem der Kunde sein Geld für die Ware auf den Tresen legt.

Quelle: "Roland Krieg, www.aid.de"
 
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