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  News vom: 28.05.2015   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  Tierwohl und Bildwirkung

 
 
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martin  heil  www.aid.de  tierwohl  und  schweine  
Ansätze aus dem Neuromarketing

Wohin schauen Sie zuerst? Dieser spannenden Frage ist Professor Dr. Achim Spiller nachgegangen und hat seine Ergebnisse zu Bildwahrnehmung und Blickregistrierung (Eye-Tracking) auf dem Symposium "Die Landwirtschaft im Spiegel von Verbrauchern und Gesellschaft" der Edmund-Rehwinkel Stiftung in Berlin präsentiert. In der Studie wurden 231 Studierenden der Universität Göttingen (davon 123 aus der agrarwissenschaftlichen und 108 aus anderen Fakultäten) Bilder aus der Schweinehaltung vorgelegt, um herauszufinden, welche Wirkung die Bilder auf die Testpersonen haben und welche Bildinhalte wahrgenommen werden.

Diese Methode aus dem Neuromarketing hat gezeigt, dass Personen mit und ohne landwirtschaftlichen Hintergrund einen ähnlichen Blickverlauf haben und sie beim Blickwinkel die Bilder eher aus der Vogelperspektive betrachten und nicht aus der Tier- oder Menschenperspektive. Zentral für die Bildbetrachtung sind immer Körper und Gesichter der Tiere. Diese werden stets zuerst und innerhalb der ersten beiden Sekunden angeschaut. Erst danach kommt die Umgebung; im Fall der Schweinehaltung wurde die Bodengestaltung in den Ställen erst in der dritten und vierten Sekunde wahrgenommen.

Aber es gibt auch wesentliche Unterschiede: Liegende Schweine werden beispielsweise entsprechend der vorhandenen Deutungsmuster von Landwirten als entspannt eingeordnet, auf Verbraucher wirken sie dagegen eher krank. Spielzeug für die Tiere in Form eines Holzblocks wird zwar von den Landwirten, von Verbrauchern aber nicht erkannt. Ebenso sehen Verbraucher technische Details wie den Unterschied zwischen Voll- und Teilspaltenboden nicht; sie beeinflussen damit auch nicht deren Bewertung.

Bilder, die Unbekanntes und mehr Details enthalten, werden generell länger betrachtet, reizarmen Bildern dagegen wird weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Sie passen in die bestehenden Vorstellungen und schaffen nur geringe Anreize, sich mit dem Bildinhalt auseinander zu setzen. Eine abwechslungsreiche Stalleinrichtung, mehr Farbe und ggf. auch Begrünung sind also reizvoller für den Menschen und wahrscheinlich auch für das Tier.

Ein Viertel aller Deutschen hat keinen direkten Kontakt mehr zur Landwirtschaft. Ihre Einstellungen werden häufig durch Bilder in Massenmedien beeinflusst. Durch das Zeigen von komplexeren und/oder reizvolleren Bildern könnten Verbraucher angeregt werden, sich eine Meinung über ein Haltungssystem neu zu bilden. Insgesamt sollten Landwirtschaft und speziell Stallbaufirmen stärker darauf achten, wie Ställe auf den Betrachter, insbesondere auf solche ohne landwirtschaftliche Kenntnisse, wirken und die Verbraucherakzeptanz beeinflussen, so eine Schlussfolgerung aus den Studienergebnissen.

Quelle: "Dr. Martin Heil, www.aid.de"
 
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