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  News vom: 12.08.2015   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  DBV kritisiert REWE-Ankündigung zur betäubungslosen Kastration

 
 
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Stärkere Unterstützung der Initiative Tierwohl wäre ein sinnvoller Weg

Der Deutsche Bauernverband (DBV) reagiert mit Unverständnis auf die Meldung (11.08.2015) des Kölner Handelskonzerns REWE, nach der das Unternehmen ab 2017 kein Fleisch mehr verkaufen will, das von betäubungslos kastrierten Schweinen stammt. Der DBV weist darauf hin, dass eine stärkere Unterstützung der Initiative Tierwohl der naheliegendste Weg zur Verbesserung der Tierwohlstandards in der Schweinehaltung darstellt. Mit der Initiative könne effizienter und in mehr Betrieben das Wohl der Schweine verbessert werden. Der Kriterienkatalog der Initiative enthält bereits heute den Verzicht auf die betäubungslose Kastration. Schweinehalter, die mit ihren praktischen Erfahrungen erfolgreich alternative Möglichkeiten anwenden, würden also dadurch gefördert. Schon die Schwarz-Gruppe, zu der die Unternehmen Lidl und Kaufland gehören, hatte vor zwei Wochen Bereitschaft bekundet, den Beitrag zur Tierwohl-Initiative zu erhöhen.

Der DBV hat seit Jahren bei Lebensmitteleinzelhändlern und Fleischverarbeitern darauf hingewiesen, dass eine wesentliche Voraussetzung für den Ausstieg aus der Kastration darin besteht, Vermarktungswege für Eberfleisch zu eröffnen. Doch bisher ist dies auch beim Lebensmittelhandel weitgehend auf taube Ohren gestoßen. Der Bauernverband vermutet Vermarktungsprobleme, weil der Verbraucher das Eberfleisch nicht ausreichend annimmt. Doch stelle sich trotzdem die Frage, warum der Lebensmitteleinzelhandel diese tierschutzgerechte Methode nicht durch Werbung und Information unterstütze, kritisierte der DBV.

Das Tierschutzgesetz sieht ein Verbot ab 2019 vor, da die Wissenschaft derzeit noch an praxistauglichen Alternativen zur betäubungslosen Kastration arbeitet, die insbesondere höhere Tierverluste vermeidet. Bis 2019 erhoffe sich der Gesetzgeber tragfähige Ergebnisse aus der bereits intensivierten Forschung.

Quelle: "Deutscher Bauernverband"
 
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