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  Proaktiv Handeln in Sachen Nutztierschutz

 
 
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britta  klein,  www.aid.de  handeln  in  sachen  
Enquete Kommission Tierschutz gefordert

Mut zu unbequemen Wahrheiten bei allen Verantwortlichen der Agrarbranche hat Professor Harald Grethe, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates Agrarpolitik (WBA) der Bundesregierung, auf der Herbsttagung des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) in Berlin gefordert. Sein Vortrag zur "Zukunft der Nutztierhaltung" ging da mit gutem Beispiel voran und konfrontierte diverse Akteure der Branche mit der Forderung, endlich in den Dialog mit der Gesellschaft um Werte einzutreten, denen sich die Landwirtschaft stellen müsse.

Dabei gelte es einen offenen Dialog zu eröffnen, statt sich hinter Runden Tischen und vielleicht auch verschlossenen Türen zu versammeln. Die Zielkonflikte Tierschutz - Umweltschutz- Wettbewerbsfähigkeit könnten nicht weiter in separaten Monologen Einzelner erörtert werden und auch mehr Ergebnisse der Wissenschaft seien in der derzeitigen Situation nicht nötig. Agrarökonom Grethe forderte hierzu eine Enquete Kommission des Bundestages. Es gebe aber Bedenken des Berufsstandes und der Agrarpolitik, eine solche Kommission einzurichten. Grethe hält dies für gefährlich, denn dahinter stehe die Einschätzung, man könne den gesellschaftlichen Prozess noch steuern und die sei falsch.

Es wäre hilfreich, wenn die Agrarwirtschaft einsehen würde, dass die gesellschaftlichen Ansprüche in Zukunft nicht zurück geschraubt würden. "Es reicht nicht aus, die Kritik der Gesellschaft als ponyhofisierende Romantik abzutun und Webcams in Ställen zu montieren", so Grethe. "Die Gesellschaft muss sich allerdings auch den Zwängen der Landwirtschaft stellen und aufhören, sie als Projektionsfläche für den eigenen Verlust eines Zugangs zur Natur zu instrumentalisieren."

Laut dem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats Agrarpolitik führt die Umsetzung tierschutzrelevanter Maßnahmen zu Mehrkosten von ca. 3 bis 5 Mrd. Euro jährlich. Angesichts dieser großen Herausforderungen ist der Beirat der Auffassung, dass die gesetzten Ziele nur durch gemeinsame Anstrengungen von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu erreichen sind. Eine erfolgreiche Strategie müsse daher staatliche, privatwirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Steuerungsmöglichkeiten einschließen. Dazu gehörten staatliche Politikmaßnahmen genauso wie eindeutigere und zusätzliche gesetzliche Mindeststandards, ein mehrstufiges staatliches Tierschutzlabel, Prämien und Kompensationszahlungen im Rahmen der 2. oder auch der 1. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Aber auch privatwirtschaftliche Maßnahmen, wie die Brancheninitiative Tierwohl und Selbstbeschränkungsabkommen seien unverzichtbar.

Weitere Informationen:

Gutachten Nutztierhaltung

http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ministerium/Beiraete/Agrarpolitik/GutachtenNutztierhaltung-Kurzfassung.pdf?__blob=publicationFile

Quelle: "Britta Klein, www.aid.de"
 
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