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  News vom: 10.06.2016   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  Fachtagung zum Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration

 
 
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Das Ergebnis der Fachtagung „Verzicht auf betäubungslose Ferkelkastration – Fahrplan bis 2019“ vom 9. Juni 2016 macht deutlich: Die Wirtschaft packt den Ausstieg aus der Ferkelkastration an. In mehreren Gesprächsrunden wurde ausführlich über alle Aspekte dieses brisanten Themas diskutiert.
Über 200 Fachleute überzeugten sich davon im Rahmen der heutigen Veranstaltung: Es gibt Handlungsspielräume für die Schweinehalter, Unternehmen der Fleischwirtschaft und des Lebensmitteleinzelhandels. Jeder Weg muss sorgfältig abgewogen werden. Klar ist, dass der Ausstieg nicht ohne Veränderungen auf allen Stufen möglich sein wird. Die gesamte Wirtschaft eint aber das Ziel, binnen der verbleibenden 30 Monate einen koordinierten Weg aus der betäubungslosen Ferkelkastration zu finden.
Zugleich wurde klargestellt, dass das Umsetzungsdatum nicht infrage gestellt ist: Spätestens am 1. Januar 2019 muss der Verzicht auf die betäubungslose Ferkelkastration erreicht sein. Bis dahin sind zahlreiche Facetten und Details zu beachten. Dazu muss aber jetzt eine Folgenabschätzung zusammengestellt werden, um für betriebliche Entscheidungen Risiken und Chancen in der Umstellung abwägen zu können.
Um die Folgen von Marktspaltungen abzufedern, halten die Teilnehmer auch eine Gleichbehandlung innerhalb des QS-Systems für notwendig: Aufgrund fehlender europaweiter Regelungen sollten die Anforderungen zur Ferkelkastration auch für Ferkel, Mastschweine und Schweinefleisch gelten, die ab 2019 aus dem Ausland ins QS-System geliefert werden.

Zur Arbeit der QS-Koordinierungsplattform
Die im QS-System seit Anfang 2009 verankerte Koordinierungsplattform „Verzicht auf betäubungslose Ferkelkastration“ bringt die Initiativen der Wirtschaftskette (Schweinehalter, Schlachtunternehmen, Verarbeitungsindustrie und Lebensmitteleinzelhandel) zusammen und fördert den Meinungsaustausch mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Tierschutz, Verbraucherschutz und
Tierärzteschaft.
Basis für diese Koordinierungsarbeit ist die Düsseldorfer Erklärung vom 29. September 2008, in der QS vom Deutschen Bauernverband e.V., dem Verband der Fleischwirtschaft e.V. und dem Hauptverband des Deutschen Einzelhandels e.V. die Umsetzung des gemeinsamen Vorgehens übertragen wurde.
Seither fanden sich die Teilnehmer der Koordinierungsplattform insgesamt zwölf Mal zusammen; mehrere Fachtagungen wurden organisiert. Einen Überblick zu Meilensteinen, Themen und Fragestellungen gibt die beigefügte Chronologie zur Arbeit der Koordinierungsplattform.

Quelle: "QS Qualität und Sicherheit GmbH"
 
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